Tesla Aktie: Heute wird’s ernst

Tesla muss heute umfangreiche Daten zu Full Self-Driving bei der NHTSA einreichen. Die Untersuchung betrifft Millionen Fahrzeuge und ist entscheidend für die Bewertung der Autonomie-Strategie.

Kurz zusammengefasst:
  • US-Behörde erwartet Crash-Daten zu FSD-System
  • Untersuchung umfasst rund 2,88 Millionen Fahrzeuge
  • Robotaxi-Service in Austin läuft mit geprüfter Software
  • Teslas Jahresumsatz sank 2025 erstmals in Firmengeschichte

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA wartet auf umfangreiche Unfalldaten zu Teslas Full Self-Driving-System – und zwar heute. Nach zwei Fristverlängerungen läuft dem Elektroautobauer die Zeit davon. Was auf dem Spiel steht: die gesamte Autonomie-Story, auf der ein Großteil der aktuellen Bewertung fußt.

Zweimal verlängert – jetzt ist Schluss

Ursprünglich sollte Tesla die geforderten Daten Mitte Januar einreichen. Doch das Unternehmen bat um Aufschub – einmal, dann ein zweites Mal. Die neue Deadline: 9. März 2026, also heute. Die NHTSA verlangt detaillierte Crash-Informationen, darunter Videos, Event Data Recorder (EDR)-Protokolle und CAN-Bus-Daten aus Fahrzeugen, die mit Full Self-Driving unterwegs waren.

Tesla

US88160R1014
-
Heute: -
7 Tage: -

Im Januar hatte Tesla erklärt, noch 8.313 Datensätze manuell prüfen zu müssen – bei einer Bearbeitungsgeschwindigkeit von rund 300 pro Tag. Gleichzeitig beschwerte sich das Unternehmen über die Last mehrerer paralleler Behördenanfragen und argumentierte, die Masse der Anforderungen beeinträchtige die Qualität der Antworten.

Die Untersuchung wächst

Die NHTSA eröffnete die Untersuchung PE25012 im Oktober 2025, nachdem 58 Vorfälle mit FSD-aktivierten Fahrzeugen bekannt wurden – darunter Rotlichtverstöße und Fahrten auf der Gegenfahrbahn. Bis Dezember stieg die Zahl der dokumentierten Verstöße um 60 Prozent auf 80 Fälle. Die Probe umfasst mittlerweile rund 2,88 Millionen Fahrzeuge über mehrere FSD-Versionen hinweg.

Besonders brisant: Teslas Robotaxi-Service in Austin läuft seit Januar mit genau der Software, die jetzt unter die Lupe genommen wird. Seit dem Start im Juni 2025 wurden 14 Vorfälle mit den autonomen Taxis gemeldet – auf etwa 800.000 gefahrene Meilen. Das klingt nach einem Unfall alle 57.000 Meilen, deutlich schlechter als der US-Durchschnitt von einem leichten Crash pro 222.000 Meilen.

Allerdings hinkt der Vergleich: Tesla muss laut NHTSA-Anordnung jeden noch so kleinen Schaden melden – etwa ein Rückwärtsfahren gegen ein Hindernis mit unter 2 km/h oder ein Auffahrunfall, bei dem das Robotaxi im Stand getroffen wurde. Solche Bagatellen tauchen in klassischen Unfallstatistiken selten auf.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tesla?

Analysten bleiben skeptisch

Die Tesla-Aktie stand zuletzt bei 396,73 Dollar (Schlusskurs vom 6. März), deutlich unter dem Allzeithoch von 489,88 Dollar vom Dezember 2025. Barclays stufte die Aktie auf Neutral, BNP Paribas bleibt bei einem Kursziel von 280 Dollar. Phillip Securities und JPMorgan sehen sogar noch weniger Potenzial – JPMorgan nannte im Januar ein Ziel von 145 Dollar.

Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Put-Optionen rund um die Marken von 390 und 370 Dollar – ein klassisches Zeichen für Absicherungen, nicht zwingend für eine Wette auf den totalen Absturz.

Zahlen unter Druck, Autonomie im Fokus

Die Fundamentaldaten zeigen ein Unternehmen im Wandel. Der Gesamtumsatz sank 2025 auf 94,8 Milliarden Dollar – nach 97,7 Milliarden im Vorjahr. Erstmals in der Firmengeschichte schrumpfte der Jahresumsatz. Im vierten Quartal brach der Automotive-Umsatz um 11 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar ein, auch weil Tesla vollständig auf ein Abo-Modell für FSD umstellte – mit kurzfristig negativer Marge.

Auf der anderen Seite stieg die Gesamtbruttomarge im Q4 auf über 20,1 Prozent, den höchsten Wert seit über zwei Jahren. Die Liquidität bleibt komfortabel: Ende Dezember verfügte Tesla über 44,1 Milliarden Dollar an Cash und Investments, gegenüber 36,6 Milliarden ein Jahr zuvor. Damit lassen sich Optimus und Cybercab vorerst aus eigener Kraft finanzieren, ohne auf Kapitalmärkte angewiesen zu sein.

Was heute passiert – und was nicht

Die heutige Datenlieferung ist weder ein Urteil noch eine Vollstreckungsmaßnahme. Aber sie ist ein Signal. Liefert Tesla saubere, vollständige und schlüssige Daten, könnte das den Regulierungsdruck mindern und die Autonomie-Story stärken. Eine unvollständige oder problematische Einreichung hingegen öffnet die Tür für Bußgelder, Rückrufe oder Verzögerungen beim Rollout des unüberwachten FSD – genau jener Technologie, auf der ein erheblicher Teil der aktuellen Bewertung ruht.

Anleger setzen längst nicht mehr nur auf Auslieferungszahlen. Sie setzen auf Full Self-Driving, Robotaxis und die KI-Erzählung, die Elon Musk als Teslas Zukunft definiert hat. Die Daten, die heute bei der NHTSA eingehen, entscheiden mit darüber, ob diese Wette hält – oder neu bewertet werden muss.

Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 9. März liefert die Antwort:

Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Community Forum zu Tesla

Hebelprodukte konnten nicht geladen werden.

Weitere Artikel zu Tesla

Neueste News

Alle News

Tesla Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten