Tesla hat in Texas den ersten Cybercab aus der Produktionslinie gemeldet – ein greifbarer Schritt in Richtung Robotaxi-Pläne. Gleichzeitig bleibt der eigentliche Hochlauf noch aus: Serienfertigung soll erst ab April starten. Für Anleger stellt sich damit vor allem eines: Wie schnell kann Tesla das neue Fahrzeug tatsächlich in Stückzahlen bringen?
Erstes Fahrzeug, Serienstart erst im April
Ein Bild vom Werk in Texas zeigt Mitarbeiter rund um den ersten gebauten Cybercab. Elon Musk bestätigte den Meilenstein ebenfalls öffentlich.
Trotzdem: Kontinuierliche Fertigung erwartet Musk nach früheren Aussagen erst ab April. Der Cybercab ist als autonomer Zweisitzer ohne Lenkrad und Pedale konzipiert und setzt vollständig auf Teslas kamera-basiertes Full-Self-Driving-System. Genannt werden außerdem Butterfly-Türen, ein 35-kWh-Akku mit rund 200 Meilen Reichweite sowie induktives Laden.
Preisziel unter 30.000 Dollar
Kurz nach der Produktionsmeldung bekräftigte Musk, Tesla wolle ab 2027 eine Version für Endkunden für unter 30.000 US-Dollar anbieten. Auf die direkte Nachfrage eines Nutzers, ob Preis und Zeitplan so eintreffen, antwortete er mit „Yes“.
Zugleich dämpfte Musk die Erwartungen an den Anfang: Der Produktionshochlauf verlaufe typischerweise langsam und folge einer S-Kurve. Gerade bei Cybercab und Optimus sei „fast alles neu“, daher werde die Anfangsrate „quälend langsam“ sein, später aber stark anziehen.
„Unboxed“-Fertigung und gemischte Signale
Der Cybercab hängt mit Teslas angekündigtem „Unboxed“-Produktionsansatz zusammen. Dabei sollen große Fahrzeugmodule getrennt gefertigt und erst danach zusammengeführt werden – statt einer klassischen, durchgängigen Linie. Tesla verbindet damit geringere Kosten, weniger Flächenbedarf und ein höheres Ausstoßtempo.
An der Börse bewegte sich die Aktie zuletzt in einer engen Spanne: Nach den vergangenen beiden Handelssitzungen lag die Bandbreite zwischen 400,51 und 416,90 US-Dollar. Am Mittwoch schloss das Papier bei 411,32 US-Dollar, bei einem Handelsvolumen von rund 45,5 Millionen Aktien.
Bei Analysten ergibt sich ein uneinheitliches Bild: Tigress Financial Partners bestätigte am 12. Februar ein Kaufvotum mit einem Kursziel von 550 US-Dollar. Wells Fargo blieb am 13. Februar hingegen bei „Underweight“ und verwies auf schwache Auslieferungsdaten.
Regulatorisch gibt es derweil etwas Entspannung: Berichte zufolge hat Tesla Bedenken kalifornischer Behörden zur Vermarktung von Autopilot und Full Self-Driving ausgeräumt, nachdem das Unternehmen sein Marketing angepasst hat. Politischer Gegenwind bleibt möglich: In Davis (Kalifornien) wird laut Bericht eine Resolution geprüft, die eine Zusammenarbeit der Stadt mit von Musk kontrollierten Firmen – darunter Tesla und SpaceX – untersagen würde.
Zum Wettbewerb: Der Cybercab zielt auf autonome Angebote wie Waymo. Tesla setzt dem Bericht zufolge bereits Model-Y-Fahrzeuge in begrenzten Robotaxi-Operationen in Austin und der San-Francisco-Bay-Area ein; eine Ausweitung auf weitere Städte steht noch aus.
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