Die Tesla-Aktie befindet sich in einem Spannungsfeld extrem gegensätzlicher Nachrichten. Während die Bank of America mit einer neuen Kaufempfehlung und hohen Kurszielen für Optimismus sorgt, drohen dem Konzern an anderer Stelle empfindliche Einnahmeverluste. Wichtige Partner in Europa springen ab, und in den USA läuft eine kritische Frist der Sicherheitsbehörden ab.
Die Wette auf Autonomie
Die Bank of America (BofA) sorgte zur Wochenmitte für positive Impulse, indem sie die Beobachtung der Tesla-Aktie mit einem „Buy“-Rating und einem Kursziel von 460 US-Dollar wiederaufnahm. Der Optimismus der Analysten stützt sich primär auf Teslas Fortschritte beim autonomen Fahren. Die Strategie, ausschließlich auf Kameras statt auf teure Sensoren zu setzen, gilt als skalierbarer und profitabler als die Ansätze der Konkurrenz. Die Bank schätzt, dass das Robotaxi-Geschäft bereits über die Hälfte der aktuellen Bewertung des Unternehmens ausmacht.
Einnahmequelle versiegt
Doch diese Zukunftsvision wird von operativen Problemen im Hier und Jetzt überschattet. In Europa verliert Tesla wichtige Partner für seinen CO2-Emissions-Pool. Stellantis, Toyota und Subaru haben sich laut einer EU-Anmeldung für 2026 nicht erneut angemeldet. Das ist finanziell schmerzhaft: Allein 2024 spülten CO2-Zertifikate 2,76 Milliarden US-Dollar in die Kassen – im vierten Quartal machte dies fast 30 Prozent des Nettogewinns aus. Da Hersteller wie Toyota ihre Ziele nun eigenständig erreichen oder eigene Allianzen schmieden, bricht Tesla eine margenstarke Einnahmequelle weg.
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Druck der Regulierer
Zusätzlich wächst der regulatorische Druck in den USA. Die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat Tesla eine Frist bis zum 9. März gesetzt, um detaillierte Daten zu Unfällen im Zusammenhang mit der „Full Self-Driving“-Software zu liefern. Hintergrund sind 14 Vorfälle mit Robotaxis in Austin seit Juni 2025. Sollte Tesla die Bedenken der Behörden nicht ausräumen können, könnte dies die Expansion der profitablen Software-Sparte erheblich verzögern.
Lichtblick Energiesparte
Fundamental zeigt sich ein gemischtes Bild. Während der Umsatz im Autogeschäft zuletzt leicht rückläufig war, glänzt die Energiesparte. Mit einer Bruttomarge von fast 30 Prozent ist dieser Bereich deutlich profitabler als der Fahrzeugverkauf. Die Aktie selbst reagierte auf die Gemengelage zuletzt volatil und notiert mit einem aktuellen Kurs von 348,75 Euro noch immer gut 16 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Für Anleger stehen entscheidende Wochen an. Kurzfristig richtet sich der Blick auf den 9. März und die Reaktion der NHTSA auf die eingereichten Daten. Mittelfristig müssen die Ende April erwarteten Quartalszahlen beweisen, ob das starke Wachstum der Energiesparte die wegbrechenden Einnahmen aus dem europäischen Zertifikatehandel kompensieren kann.
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