Tesla Aktie: Lagerabbau stützt Quartal
Tesla lieferte im dritten Quartal 486.532 Fahrzeuge aus, während der Speicherzubau mit 13,7 Gigawattstunden unter dem Konsens blieb.

Kurz zusammengefasst
- Fahrzeugauslieferungen übertrafen Analystenschätzungen
- Bestand trug zum Auslieferungsplus bei
- Speicherzubau blieb unter Teslas Konsens
- Aktie gewann zeitweise gut fünf Prozent
Tesla hat im dritten Quartal mehr Autos ausgeliefert als erwartet. Ein Teil davon stammt allerdings aus dem Bestand, und beim Energiespeicher blieb der Konzern hinter den Erwartungen zurück.
Auslieferungen über dem Konsens
486.532 Fahrzeuge brachte Tesla zu den Kunden. Der vom Unternehmen zusammengestellte Analystenkkonsens lag bei 461.974. Selbst die höchste Bankschätzung, 482.000 Fahrzeuge von JPMorgan, wurde übertroffen. Zuvor waren die Prognosen nach schwachen August-Daten teils deutlich gesenkt worden.
Produziert wurden 464.391 Fahrzeuge, die Auslieferungen lagen also gut 22.000 darüber. Auf Model 3 und Model Y entfielen 478.237 Einheiten, auf alle übrigen Modelle 8.295. Gegenüber dem Vorquartal ging es leicht nach oben, zum Rekordquartal 2025 fehlen rund 2 Prozent. Dieser Vergleich ist verzerrt, weil damals vorgezogene US-Käufe vor dem Ende der Steuergutschrift den Absatz trieben.
Die Aktie legte im US-Handel zeitweise gut 5 Prozent auf rund 373 Dollar zu.
Energiespeicher enttäuscht
Der Zubau bei Energiespeichern lag bei 13,7 Gigawattstunden. Das ist minimal mehr als im Vorquartal, aber klar unter dem Tesla-Konsens von 15,9 Gigawattstunden. William Blair führt die Schwäche auf Lieferengpässe im Hochlauf zurück, nicht auf eine schwächere Nachfrage. Das Haus erwartet eine Beschleunigung im zweiten Halbjahr. Positiv wertet es die Aufnahme des Megapack in Nvidias DSX-Ready-Programm für KI-Rechenzentren.
JPMorgan sieht das ähnlich gespalten. Die Bank beließ die Einstufung auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 415 Dollar. Die Fahrzeugzahlen hätten ihre Schätzungen moderat übertroffen, das Speichergeschäft aber enttäuscht. Beim Gewinn je Aktie bleibt Analyst Rajat Gupta pessimistischer als der Markt, er rechnet mit einer geringeren Bruttomarge bei Fahrzeugen und höheren Betriebskosten.
Bewertung lässt wenig Spielraum
Das Analystenbild reicht von Hold bis Buy. RBC sieht das Ziel bei 480 Dollar, Ladenburg Thalmann und StoneX bei je 475 Dollar. Der mittlere Wert liegt nach unterschiedlichen Berechnungen zwischen 376 und rund 391 Dollar.
Die Bewertung bleibt ambitioniert, das Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 liegt über 200. Tesla selbst betont, Auslieferungen seien kein Indikator für das Ergebnis. Im zweiten Quartal lag die operative Marge bei 1,4 Prozent, der Free Cashflow war negativ.
Charttechnisch liegt die Hürde bei 363 Dollar, wo die 10er- und 50er-Linie verlaufen. Ein Sprung darüber öffnet den Weg in die Widerstandszone um 380 Dollar. Fällt die Aktie unter 339 Dollar, rückt die Marke von 320 Dollar in den Blick. Die Zahlen zum dritten Quartal mit Marge und Cashflow stehen im Oktober an.
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