Tesla baut sein Energiegeschäft mit Nachdruck aus — und zwei Meldungen dieser Woche zeigen, wie ernst es dem Unternehmen damit ist. Ein milliardenschwerer Batterievertrag mit LG Energy Solution ist nun offiziell bestätigt, und der Start des Halbleiterprojekts Terafab steht unmittelbar bevor.
Der LG-Deal und was dahintersteckt
Seit LG Energy Solution den Vertrag im vergangenen Juli erstmals offenlegte, rätselte die Branche über den Kunden. Nun hat das US-Innenministerium im Rahmen des Indo-Pacific Energy Security Summit Klarheit geschaffen: Tesla ist der Abnehmer hinter dem 4,3 Milliarden Dollar schweren Liefervertrag für Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP).
Über drei Jahre soll LG prismatische LFP-Zellen in seinem Werk in Lansing, Michigan produzieren — ab der zweiten Hälfte 2027. Die Zellen fließen direkt in Teslas nächste Generation des Megapack-Energiespeichers ein, der im Werk in Houston montiert wird. Das Ministerium sprach von einer „robusten inländischen Batterielieferkette“.
Das Werk hat eine bemerkenswerte Vorgeschichte: Es entstand ursprünglich als Joint Venture zwischen LG und General Motors. Nachdem GM seinen Anteil im Mai 2025 verkaufte, übernahm LG die volle Kontrolle und stellte die 50-GWh-Anlage auf LFP-Produktion um — eine Zellchemie, die LG bislang nicht in den USA in Serie gefertigt hatte.
Der strategische Kern des Deals liegt in der Versorgungssicherheit. LFP-Batterien werden für stationäre Energiespeicher zunehmend bevorzugt, weil sie günstiger und langlebiger sind. Bislang dominieren chinesische Hersteller diesen Markt. US-Zölle und Handelspolitik haben Importe aus China teurer gemacht — ein Risiko, das Tesla mit dem LG-Vertrag direkt adressiert. Zusammen mit einem bereits im November 2025 geschlossenen 2,1-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Samsung SDI für rund 10 GWh jährlich summieren sich die Lieferzusagen zweier koreanischer Anbieter auf über 6,4 Milliarden Dollar.
Teslas Energiesparte wuchs 2025 um 26,6 Prozent auf knapp 12,8 Milliarden Dollar Umsatz — und machte damit bereits 13 Prozent des Gesamtumsatzes aus, obwohl das Automobilgeschäft um 10 Prozent schrumpfte. Das Management erwartet für 2026 steigende Deployments mit dem Launch von Megapack 3 und Megablock.
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Terafab: Ankündigung mit Fragezeichen
Parallel dazu kündigte Elon Musk am 14. März auf X an, das „Terafab Project“ starte in sieben Tagen — also am 21. März 2026. Das Vorhaben zielt auf eine vertikal integrierte Chipfertigung ab, die Logikprozessoren, Speicher und Advanced Packaging unter einem Dach vereint. Tesla hatte Terafab erstmals auf dem Earnings Call im Januar 2026 bestätigt: Ohne eigene Fabrik drohe in drei bis vier Jahren ein Engpass bei KI-Chips.
Derzeit entwirft Tesla seine Chips intern — darunter den AI4-Chip für Fahrzeuge und den Optimus-Roboter — lässt sie aber bei TSMC und Samsung fertigen. Nvidia-Chef Jensen Huang, einer der besten Kenner der Halbleiterindustrie, bezeichnete Musks Ambitionen als „nahezu unmöglich“.
Was am 21. März tatsächlich passiert, dürfte eher ein formeller Projektstart mit Standortbekanntgabe oder Spatenstich sein als die Eröffnung einer betriebsbereiten Fabrik. Halbleiteranlagen dieser Größenordnung brauchen Jahre bis zur Inbetriebnahme.
Die Tesla-Aktie notiert aktuell rund 17 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 416,90 Euro und hat seit Jahresbeginn etwa 8 Prozent verloren — trotz einer beeindruckenden Erholung in den vergangenen zwölf Monaten. Aus China kommen immerhin positive Signale: Die Verkäufe chinesisch produzierter Tesla-Fahrzeuge stiegen in den ersten beiden Monaten 2026 um mehr als 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Mit dem bestätigten LG-Deal und dem bevorstehenden Terafab-Start setzt Tesla ein klares Signal: Der Aufbau einer unabhängigen, inländischen Lieferkette ist keine Randstrategie mehr, sondern das Fundament, auf dem das Wachstum des Energiegeschäfts ruhen soll.
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