Tesla Aktie: Musk übt 303 Millionen Optionen aus
Neue EPA-Daten zum Cybercab, eine optimistischere Goldman-Prognose und zwei Großprojekte in Texas prägen die Tesla-Nachrichtenlage.

Kurz zusammengefasst
- Cybercab: Leichter und mit Frontantrieb
- Goldman Sachs hebt Lieferprognose an
- Terafab und Optimus-Produktion in Texas
- Musk übt Optionen aus, verkauft nicht
Tesla-Aktionäre bekommen dieser Tage viel geboten. Neue technische Daten zum Cybercab, eine angehobene Lieferprognose von Goldman Sachs und gleich zwei Großprojekte in Texas — die Nachrichtenlage ist dicht. Der Kurs zeigt sich davon wenig beeindruckt und gibt am Freitag leicht auf 346,20 Euro nach.
Cybercab: Leichter, frontgetrieben, anders
Die US-Umweltbehörde EPA hat erstmals konkrete technische Daten zum Tesla Cybercab veröffentlicht. Das Fahrzeug bringt 1.412 Kilogramm auf die Waage — rund 320 Kilogramm weniger als ein aktuelles Model 3. Das deutet auf eine konsequente Ausrichtung auf Effizienz und vereinfachte Fertigung hin.
Auffällig ist der Antrieb. Der Cybercab setzt auf Frontantrieb — ein klarer Bruch mit Teslas bisheriger Praxis, die fast ausschließlich auf Heck- oder Allradantrieb setzt. Die autonomen Fähigkeiten und das Sensorsystem des Fahrzeugs befinden sich noch in der regulatorischen Prüfung.
Goldman hebt Liefererwartungen an
Goldman Sachs hat seine Lieferprognose für Teslas zweites Quartal angehoben. Als Begründung nennt die Bank steigende Nachfrage und eine effizientere Produktionshochlauf. Das kommt nicht aus dem Nichts: Im ersten Quartal 2026 erzielte Tesla einen freien Cashflow von 1,4 Milliarden US-Dollar. Die Barreserven lagen bei rund 44,7 Milliarden Dollar.
Die offiziellen Q2-Auslieferungszahlen folgen Anfang Juli. Sie werden zeigen, ob die operative Dynamik mit den gestiegenen Erwartungen mithalten kann.
Texas wächst, FSD expandiert
In Austin laufen parallel zwei Großprojekte an. Drohnenaufnahmen vom 19. Juni bestätigen, dass Tesla auf dem Gigafactory-Gelände mit Erdarbeiten begonnen hat — für das Terafab, eine gemeinsame Chipfabrik mit SpaceX und xAI, sowie für eine dedizierte Produktionsstätte für den humanoiden Roboter Optimus.
Zeitgleich rollt Tesla FSD Supervised Version 14 in Australien und Neuseeland aus. Es ist der erste Einsatz dieser Softwareversion in Märkten mit Linksverkehr, nach dem Nordamerika-Start.
Musk löst Optionen ein — ohne Verkäufe
Eine SEC-Meldung vom 17. Juni offenbart: Elon Musk hat über 303 Millionen Aktienoptionen aus seinem Vergütungspaket von 2018 ausgeübt. Verkäufe am offenen Markt gab es keine. Ausübungskosten und Steuern wurden über eine Nettoanrechnung von Aktien abgewickelt.
Charttechnisch bewegt sich die Aktie im neutralen Bereich. Mit einem RSI von 47,2 und einem Kurs knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 346,84 Euro fehlt vorerst ein klarer Impuls in beide Richtungen. Entscheidend wird sein, wie die Q2-Auslieferungszahlen Anfang Juli ausfallen — sie dürften den nächsten größeren Kurszug auslösen.
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