Tesla steht vor einem tiefgreifenden Umbau seines Software-Geschäftsmodells. Anstatt das „Full Self-Driving“ (FSD) weiterhin als teures Zusatzpaket zu verkaufen, setzt CEO Elon Musk ab Mitte Februar vollständig auf ein Abo-Modell. Dieser strategische Schwenk soll für stabilere Einnahmen sorgen, trifft jedoch auf ein Umfeld sinkender Fahrzeugauslieferungen und anhaltenden regulatorischen Drucks.
Das Ende der Einmalzahlungen
Die wichtigste Nachricht vom Wochenende betrifft die Monetarisierung der Fahrassistenzsysteme. Elon Musk kündigte an, dass die Option, FSD als einmaliges Upgrade zu erwerben – was bisher bis zu 8.000 USD kostete –, gestrichen wird. Ab dem 14. Februar 2026 wird der Dienst ausschließlich als Abonnement für 99 USD pro Monat verfügbar sein.
Hintergrund dieser Entscheidung ist der Versuch, die volatilen Einmalerlöse durch planbare, wiederkehrende Einnahmen zu ersetzen. Das erklärte Ziel des Managements ist ambitioniert: Musk strebt 10 Millionen aktive FSD-Abonnements an. Marktbeobachter sehen darin den Versuch, Tesla langfristig stärker als Software-Unternehmen zu positionieren, auch wenn der Aktienkurs kurzfristig mit einem leichten Minus auf die Ankündigung reagierte.
Hardware-Offensive trifft auf Absatzschwäche
Parallel zur Software-Strategie treibt Tesla die Hardware-Entwicklung voran. Das Design des neuen AI5-Chips steht kurz vor dem Abschluss. Dieser soll 50-mal leistungsfähiger sein als die aktuelle AI4-Generation und innerhalb der nächsten 24 Monate in die Fahrzeuge integriert werden. Diese Investitionen sind notwendig, um den technologischen Vorsprung zu wahren.
Doch die operative Realität zeigt Bremsspuren. Die Daten für das Gesamtjahr 2025 bestätigen einen Rückgang der Auslieferungen um rund 9 Prozent auf 1.64 Millionen Fahrzeuge. Damit hat Tesla seine Position als weltweit größter Hersteller von Elektrofahrzeugen an den chinesischen Konkurrenten BYD verloren, der im gleichen Zeitraum 2.26 Millionen Einheiten absetzte.
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Regulatorischer Druck und Klagen
Die Aktie notierte am Freitag bei 437,50 USD, doch diverse Unsicherheitsfaktoren belasten das Sentiment. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat ihre Untersuchung zu Teslas autonomen Fahrsystemen verlängert. Bis zum 23. Februar 2026 muss der Konzern umfangreiche Daten zu rund 2,9 Millionen Fahrzeugen liefern. Im Kern geht es um Berichte über Verkehrsverstöße bei aktiviertem FSD.
Zusätzlich sorgt eine juristische Eskalation für Unruhe: Elon Musk fordert in einer Klage bis zu 134 Milliarden USD Schadenersatz von OpenAI und Microsoft. Er wirft den Unternehmen ungerechtfertigte Bereicherung auf Basis seiner frühen finanziellen Unterstützung vor.
Analysten sind angesichts dieser Gemengelage extrem gespalten. Während RBC Capital Markets mit einem Kursziel von 500 USD optimistisch bleibt, sieht JP Morgan mit einem Ziel von 150 USD erhebliche Fallhöhe. Die kommenden Wochen bis zum Inkrafttreten des neuen Preismodells am 14. Februar und dem Ablauf der NHTSA-Frist am 23. Februar werden zeigen, ob der Strategiewechsel das Vertrauen der Anleger festigen kann.
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