Tesla steht im März 2026 an einem entscheidenden Punkt: Die US-Verkehrsbehörde NHTSA prüft gerade die eingereichten Unfalldaten zum Fahrassistenzsystem FSD – mit ungewissem Ausgang. Gleichzeitig stuft die Bank of America die Aktie auf „Kaufen“ hoch und sieht im Robotaxi-Geschäft den eigentlichen Werthebel des Unternehmens.
NHTSA-Prüfung: Datenberg mit offenem Ergebnis
Tesla hat die Frist eingehalten: Zum 9. März reichte das Unternehmen die geforderten FSD-Unfalldaten bei der NHTSA ein – nach zwei erfolgreichen Fristverlängerungen. Die Behörde untersucht seit Oktober 2025, ob das Fahrassistenzsystem Verkehrsregeln verletzt. Bislang dokumentierte die NHTSA mindestens 80 solcher Vorfälle, ein Anstieg von 60 Prozent seit Untersuchungsbeginn. Betroffen sind rund 2,88 Millionen Fahrzeuge.
Die Datenmenge ist erheblich. Tesla hatte der Behörde Mitte Januar mitgeteilt, noch über 8.300 Datensätze manuell prüfen zu müssen – bei einer Kapazität von rund 300 Einträgen pro Tag. Das Unternehmen beklagte zudem, gleichzeitig mehrere NHTSA-Untersuchungen bearbeiten zu müssen, was die Qualität der Antworten beeinträchtige.
Auch der Robotaxi-Betrieb in Austin steht unter Beobachtung. Seit dem Start im Juni 2025 wurden dort 14 Vorfälle auf rund 800.000 gefahrenen Meilen gemeldet – das entspricht einem Vorfall je 57.000 Meilen. Zum Vergleich: Der US-Durchschnitt liegt bei einem Unfall je 222.000 Meilen. Allerdings ist Tesla verpflichtet, der NHTSA auch Bagatellschäden zu melden, die in herkömmlichen Unfallstatistiken nicht auftauchen. Die behördliche Bewertung der eingereichten Daten steht noch aus.
Bank of America setzt auf das Software-Geschäft
Trotz des regulatorischen Gegenwinds hat die Bank of America ihre Abdeckung der Tesla-Aktie mit einem Kaufvotum wiederaufgenommen – zuvor hatte sie das Papier mit „Halten“ bewertet. Analyst Alexander Perry setzt ein Kursziel von 460 Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von rund 17 Prozent entspricht.
Die Kernthese der Bank: Teslas kamerabasierter Ansatz beim autonomen Fahren ist technisch anspruchsvoller, aber deutlich günstiger als die Mehrfachsensor-Systeme der Konkurrenz. Kombiniert mit der riesigen Flottendatenbasis soll Tesla profitabler skalieren können als Wettbewerber im Robotaxi-Segment. Die Bank of America schätzt, dass allein das Robotaxi-Geschäft rund 52 Prozent von Teslas Gesamtbewertung ausmacht. Zusätzliches Potenzial sieht Analyst Perry im Humanoid-Roboter-Segment Optimus, das er mit über 30 Milliarden Dollar bewertet.
Das Bild unter Analysten ist dennoch gespalten. Von 43 Analysten empfehlen 15 die Aktie als „Strong Buy“, 17 votieren für „Halten“, und neun raten zum Verkauf. BNP Paribas hält an einem Kursziel von 280 Dollar fest – das wäre ein Rückgang von rund 30 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.
Schwaches Kerngeschäft, starker Cashflow
Die jüngsten Quartalszahlen zeigen ein zweigeteiltes Bild. Der Nettogewinn im vierten Quartal brach um 63,7 Prozent auf 840 Millionen Dollar ein, die Fahrzeugauslieferungen sanken um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig wuchs der Bereich Service & Other um 18 Prozent auf 3,37 Milliarden Dollar, und der freie Cashflow für das Gesamtjahr 2025 stieg um 74 Prozent auf 6,22 Milliarden Dollar.
Der Wettbewerbsdruck bleibt hoch. BYD verkaufte im vergangenen Jahr 2,26 Millionen reine Elektrofahrzeuge – 28 Prozent mehr als im Vorjahr – gegenüber Teslas 1,64 Millionen. Tesla generiert nach wie vor 95 Prozent seines Volumens mit Model 3 und Model Y, beides Modelle, die vor Jahren entwickelt wurden. Die Tesla-Aktie hat seit Jahresbeginn rund acht Prozent verloren und liegt damit deutlich hinter dem S&P 500.
Ausblick: Regulierung als Weichensteller
Die NHTSA-Bewertung der eingereichten Daten dürfte in den kommenden Wochen vorliegen. Fällt sie positiv aus, stärkt das Teslas Glaubwürdigkeit im autonomen Fahren und stützt die ambitionierte Software-Bewertung. Ein kritisches Ergebnis hingegen könnte den Druck auf die Aktie erhöhen und Investoren dazu bringen, Tesla stärker an seinen Fahrzeugverkäufen zu messen. Parallel dazu plant das Unternehmen, seinen Robotaxi-Dienst im ersten Halbjahr 2026 auf sieben weitere Märkte auszuweiten – und will noch in diesem Jahr mit der Serienproduktion von Cybercab, Tesla Semi und Megapack 3 beginnen.
Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 11. März liefert die Antwort:
Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
