Tesla Aktie: Schattenseiten überwiegen!

Tesla meldet sinkende Fahrzeugverkäufe für Q4 2025, während die hohe Bewertung und Analystenmeinungen vor dem Quartalsbericht am 28. Januar für Spannung sorgen.

Kurz zusammengefasst:
  • Auslieferungen im vierten Quartal um 16 % gesunken
  • Analysten erwarten deutlichen Gewinnrückgang
  • Energiegeschäft verzeichnet Rekordquartal
  • Insider verkaufen Aktien vor Veröffentlichung

Für Tesla beginnt eine entscheidende Berichtswoche. Am 28. Januar legt der Konzern die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor, während sich Anleger bereits jetzt positionieren. Der Kurs notiert in der Nähe der 50-Tage-Linie, während der Markt eine Mischung aus schwächeren Autoverkäufen, ambitionierten KI-Plänen und anhaltenden Wettbewerbsrisiken einpreist. Wie eng der Spielraum für Enttäuschungen inzwischen geworden ist, zeigen die Erwartungen an das Ergebnis.

Schwächere Auslieferungen, Druck auf Gewinn

Im Kerngeschäft bleibt der Gegenwind spürbar. Tesla lieferte im vierten Quartal 2025 über 418.000 Fahrzeuge aus – ein Rückgang um 16 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr 2025 summierten sich die Auslieferungen auf 1,64 Millionen Fahrzeuge, fast 9 % weniger als 2024.

Tesla

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An der Wall Street wird für das vierte Quartal ein Ergebnis je Aktie von 0,45 US‑Dollar erwartet. Das entspräche einem Rückgang von 38 % im Jahresvergleich. Beim Umsatz rechnen Analysten mit 24,76 Milliarden US‑Dollar, rund 4 % weniger als im Vorjahreszeitraum.

Wichtige Kennzahlen zum Q4 2025 im Überblick:

  • Fahrzeuge produziert: über 434.000
  • Fahrzeuge ausgeliefert: über 418.000
  • Eingesetzte Energiespeicher: 14,2 GWh (Rekordquartal)
  • Energiespeicher gesamt 2025: 46,7 GWh
  • Marktkapitalisierung: 1,46 Billionen US‑Dollar
  • Forward-KGV: 291,67

Während das Autogeschäft schwächelt, legt das Energiegeschäft in Volumen und Bedeutung weiter zu.

KI-Offensive mit Dojo 3

Auf der Technologie-Seite setzt Tesla wieder stärker auf eigene Infrastruktur. Das Unternehmen nimmt das Dojo‑3‑Supercomputer-Projekt nach Fortschritten beim Inhouse-AI5-Chipdesign erneut in Angriff. Ziel ist es, die Roadmap für autonomes Fahren und Robotaxis voranzubringen und die langfristigen Software-Erlöspotenziale zu erhöhen.

Die Wiederaufnahme des Projekts signalisiert, dass Tesla trotz früherer Rückschläge am Aufbau einer eigenen KI-Plattform festhält. Für die mittlere bis lange Frist könnte dies die Grundlage für margenstärkere Software- und Serviceumsätze sein.

Kanada erleichtert Import aus Shanghai

Rückenwind kommt von regulatorischer Seite aus Kanada. Die dortigen Behörden haben die Zölle auf in China gefertigte Elektrofahrzeuge deutlich gesenkt und ein Importkontingent eingeführt. Tesla ist durch die Produktion in Shanghai und ein bestehendes kanadisches Vertriebsnetz gut positioniert, um hiervon früh zu profitieren.

Kurzfristig könnten zusätzliche Volumenimpulse und Spielraum bei der Preisgestaltung im kanadischen Markt entstehen, insbesondere für in Shanghai gefertigte Modelle.

Analysten uneins, Bewertung hoch

Die Analystenmeinungen bleiben gespalten. Im Konsens wird die Aktie mit „Hold“ eingestuft, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 410,20 US‑Dollar und damit unter dem aktuellen Kursniveau.

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Ausgewählte Einschätzungen:

  • JPMorgan Chase: „Sell“, bestätigt am 5. Januar
  • UBS Group: „Sell“ mit angehobenem Kursziel von 247 auf 307 US‑Dollar (14. Januar)
  • William Blair: „Market Perform“ (2. Januar)

In der Breite ergibt sich ein gemischtes Bild: Ein Analyst vergibt „Strong Buy“, zwanzig empfehlen „Buy“, vierzehn stufen auf „Hold“ ein, neun raten zum Verkauf. Die hohe Streuung der Ratings spiegelt die Unsicherheit zwischen schwächerer Profitabilität im Autogeschäft und hohen Erwartungen an KI- und Softwarethemen wider.

Insiderverkäufe vor den Zahlen

In den vergangenen 90 Tagen kam es zu spürbaren Insiderverkäufen. Unternehmensinsider trennten sich zusammen von 119.457 Tesla-Aktien.

  • Direktor Kimbal Musk verkaufte im Dezember 56.820 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 450,66 US‑Dollar.
  • Direktor James R. Murdoch veräußerte Anfang Januar 60.000 Aktien zu 445,40 US‑Dollar je Stück.

Trotz dieser Verkäufe halten Insider weiterhin 19,90 % der ausstehenden Aktien. Die Transaktionen fallen zeitlich in die Phase vor der Q4-Veröffentlichung, liefern für sich genommen jedoch noch keine inhaltliche Bewertung der operativen Lage.

BYD verstärkt Druck auf das Kerngeschäft

Auf der Wettbewerbsseite bleibt insbesondere BYD ein zentraler Faktor. Der chinesische Hersteller überholte Tesla 2025 bei den globalen Verkäufen von Elektrofahrzeugen. Das verweist auf Marktanteilsverluste und anhaltenden Preisdruck in wichtigen Regionen.

Für Tesla erhöht das die Anforderungen an Produktpolitik, Kostenstruktur und Technologie-Fortschritt im Fahrzeugbereich, da der Wettbewerb im Volumensegment weiter zunimmt.

Lieferkette als Risikofaktor

Zusätzlich belasten operative Unsicherheiten in der Lieferkette. Tesla und der australische Zulieferer Syrah Resources haben eine Frist in ihrem Streit um ein Graphit-Abnahmeabkommen verlängert. Der Vorgang macht deutlich, dass Rohstoff- und Batteriematerialien weiterhin ein sensibles Element in der Produktionsplanung sind.

Solche Friktionen können im ungünstigen Fall die Flexibilität bei Produktion und Ausbauplänen einschränken, gerade bei anhaltend hohem Bedarf an Batteriekapazität.

Quartalszahlen mit wenig Fehlertoleranz

Mit Blick auf den 28. Januar rückt der Fokus der Anleger auf Themen jenseits der bereits bekannten Auslieferungszahlen:

  • Zeitplan und konkrete Schritte für den Robotaxi-Rollout
  • Fortschritte beim humanoiden Roboter
  • Margenentwicklung und Ausblick auf die Profitabilität

Nach Schätzungen von Zacks wird die Aktie aktuell mit einem Forward-KGV von 195 bewertet. In Kombination mit rückläufigen Auslieferungen und zunehmendem Wettbewerb unterstreicht diese hohe Bewertung den geringen Spielraum für Enttäuschungen bei den anstehenden Zahlen und Ausblicken.

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