Der Kurs der Tesla Aktie hält sich nahe dem Jahreshoch, doch die Fundamentaldaten senden ein gemischtes Bild. Produktion und Auslieferungen sind rückläufig, gleichzeitig bleibt die Bewertung extrem hoch. Hinzu kommt wachsender Konkurrenzdruck bei Elektroautos und autonomem Fahren. Wie lange trägt diese Diskrepanz zwischen Story und Zahlen?
Schwächere Auslieferungen, hohe Bewertung
Im vierten Quartal 2025 produzierte Tesla 434.358 Fahrzeuge, ausgeliefert wurden jedoch nur 418.227 Einheiten. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht das einem Rückgang der Auslieferungen um rund 15,6 %.
Auch auf Jahressicht zeigt sich ein klarer Dämpfer. 2025 fielen die Gesamtlieferungen um 8,6 % auf 1,64 Millionen Fahrzeuge. Damit hat Tesla die Spitzenposition als weltweit größter Elektroautoverkäufer an den chinesischen Rivalen BYD verloren.
Gleichzeitig hält der Markt an einer sehr hohen Bewertung fest:
- Marktkapitalisierung: rund 1,48 Billionen US-Dollar
- KGV: etwa 297 bis 300
Der Aktienkurs schloss am Freitag bei 445,01 US-Dollar und bewegt sich damit im oberen Bereich der 52-Wochen-Spanne von 214,25 bis 498,83 US-Dollar – trotz klarer Belastung von der Volumenseite.
Kapitalströme: Privatanleger vs. Insider
Die aktuelle Bewertung wird stark von bestimmten Investorengruppen gestützt, während Unternehmensinsider ihre Bestände reduzieren.
Auffällig ist vor allem das Engagement südkoreanischer Privatanleger:
– Anfang Januar flossen netto rund 1 Billion Won (etwa 655 Mio. US-Dollar) in Tesla-Aktien und gehebelte Tesla-ETFs.
– Diese Käufe machten 44 % aller Nettokäufe südkoreanischer Investoren in US-Aktien in diesem Zeitraum aus.
Auch einige Institutionelle haben zuletzt aufgestockt.
Conway Capital Management Inc. erhöhte seine Position im dritten Quartal 2025 um 17,4 % auf 18.375 Aktien. Strategic Planning Group LLC weitete ihren Bestand um 25,5 % aus.
Demgegenüber stehen nennenswerte Insiderverkäufe: In den vergangenen 90 Tagen trennten sich Insider von insgesamt 119.457 Tesla-Aktien im Gegenwert von rund 53,5 Mio. US-Dollar.
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Druck im Wettbewerb um autonome Technik
Ein zentraler Teil der Tesla-Investmentstory bleibt die Perspektive auf autonomes Fahren und Robotaxis. Genau hier verschärft sich der Wettbewerb deutlich.
Auf der CES 2026 stellte Nvidia-Chef Jensen Huang mit „Alpamayo“ ein Open-Source-KI-Modell für autonomes Fahren auf Level 4 vor. Damit erhalten andere Autobauer Zugang zu Technologien, die direkt mit Teslas proprietärem Ansatz konkurrieren.
Parallel setzte Xiaomi ein Signal im klassischen E-Auto-Geschäft. CEO Lei Jun betonte am 11. Januar, Tesla sei zwar stark, aber „nicht unverwundbar“. Er verwies auf die Verkaufsentwicklung der Xiaomi SU7 im Vergleich zum Model 3 in bestimmten Segmenten.
Wichtige Termine im Januar
Kurzfristig richtet sich der Blick der Anleger auf zwei Ereignisse im Januar, die den Kursverlauf spürbar beeinflussen können:
Regulierungsanhörung am 13. Januar
Das US-Repräsentantenhaus befasst sich mit Regelungen für autonome Fahrzeuge. Die Signale aus dieser Anhörung können Aufschluss darüber geben, wie leicht oder schwierig Tesla künftig Robotaxis in den Markt bringen kann.Quartalszahlen am 28. Januar
Nach Börsenschluss legt Tesla die vollständigen Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Im Fokus stehen vor allem die Margen, da die Auslieferungen klar rückläufig waren.
Analysteneinschätzungen und Marktumfeld
Die Analystenlandschaft bleibt gespalten. Im Schnitt lautet das Votum derzeit „Hold“.
Der Konsens beim Kursziel liegt bei 408,54 US-Dollar und damit unter dem aktuellen Kursniveau von rund 445 US-Dollar.
Die Spanne der Einschätzungen ist groß:
- Unteres Ende: 300 US-Dollar (Morningstar)
- Oberes Ende: 600 US-Dollar (Wedbush)
Heute deuten fallende US-Futures und ein schwächerer Nasdaq 100 auf Gegenwind für Wachstumswerte hin. Vor diesem Hintergrund startet Tesla in eine Woche, in der Regulierungsthemen und die anstehenden Quartalszahlen die hohe Bewertung auf den Prüfstand stellen.
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