Während die Autoverkäufe auf dem Heimatmarkt schwächeln, baut Tesla ein zweites Standbein massiv aus. Ein neu bestätigter Milliarden-Deal mit LG Energy Solution zeigt, wie wichtig die Energiesparte für den Konzern mittlerweile geworden ist. Der Fokus verschiebt sich zunehmend von reinen Elektroautos hin zu einer umfassenden Infrastruktur für Stromnetze und Künstliche Intelligenz.
Milliarden für die Unabhängigkeit
Die US-Regierung hat am Dienstag eine weitreichende Vereinbarung zwischen dem Autobauer und dem südkoreanischen Batteriehersteller LG Energy Solution abgenickt. Für 4,3 Milliarden US-Dollar sichert sich das Unternehmen ab 2027 prismatische Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) aus einem umgerüsteten Werk in Michigan. Diese Batterien fließen exklusiv in die Produktion der Megapack-3-Speichersysteme, die in Houston montiert werden und auf die Stabilisierung von Stromnetzen ausgelegt sind.
Hinter dem Schritt steckt ein klares Kalkül: Durch die lokale Fertigung verringert der Konzern seine Abhängigkeit von chinesischen Importen. Gleichzeitig kann das Unternehmen so die lukrativen Steuervorteile des US-Förderprogramms Inflation Reduction Act (IRA) voll ausschöpfen.
Energiesparte gleicht Autoschwäche aus
Wie relevant dieser Bereich für die Bilanz ist, zeigen die jüngsten Zahlen. Im vergangenen Jahr steuerte die Energiesparte bereits 12,8 Milliarden US-Dollar und damit 13 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem Anstieg der weltweiten Speicher-Installationen um rund 50 Prozent.
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Dieses Wachstum kommt zur rechten Zeit. Im Januar verzeichneten die Fahrzeugauslieferungen in den USA einen spürbaren Rückgang von 26 Prozent. Die stationären Speicher fungieren somit als wichtiger Puffer gegen die Schwankungen im klassischen Automobilgeschäft.
Eigene Chips für die Zukunft
Parallel zur Batterie-Offensive treibt das Management die vertikale Integration bei der Hardware voran. In Texas steht in Kürze der Baubeginn für das „Terafab“-Projekt an – eine eigene Halbleiterfabrik mit einem geschätzten Investitionsvolumen von bis zu 40 Milliarden US-Dollar. Ab Mitte 2028 sollen dort KI-Chips der nächsten Generation vom Band rollen. Diese Rechenleistung wird intern benötigt, um die Pläne rund um autonomes Fahren und die geplante Robotaxi-Flotte abzusichern und künftige Lieferengpässe zu umgehen.
An der Börse spiegelt sich dieser fundamentale Umbruch in einer gemischten Zwischenbilanz wider. Nach einem schwachen Start ins Jahr liegt das Papier seit Januar rund 7,5 Prozent im Minus und schloss am Dienstag bei 345,80 Euro. Auf Sicht der vergangenen zwölf Monate steht allerdings noch immer ein sattes Plus von über 67 Prozent zu Buche. Die nächsten operativen Meilensteine stehen bereits fest: Neben dem weiteren Hochlauf der Speicherproduktion rückt nun der anstehende Spatenstich der texanischen Chipfabrik in den Fokus der Investoren.
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