Tesla Aktie: Unangenehme Verschiebungen!
Tesla-Chef Elon Musk kündigt eine 25-Milliarden-Dollar-Chipfabrik an, während Analysten die Auslieferungsprognosen für das laufende Quartal drastisch kürzen.

Kurz zusammengefasst
- Gemeinsames Chip-Projekt mit SpaceX und xAI
- Auslieferungsprognosen um 18 Prozent gesenkt
- FSD-Software kurz vor EU-Zulassung
- Aktie verliert seit Jahresbeginn zwölf Prozent
Elon Musk treibt die vertikale Integration auf die Spitze und kündigt mit „Terafab“ eine 25 Milliarden US-Dollar teure Chipfabrik an. Während das gemeinsame Projekt von Tesla, SpaceX und xAI die Fantasie der Anleger anregt, trübt der operative Alltag das Bild. Analysten streichen zeitgleich die Auslieferungsprognosen für das erste Quartal deutlich zusammen.
Das geplante Werk im texanischen Austin soll die gesamte Halbleiterproduktion unter einem Dach vereinen – vom Design bis zum fertigen Chip. Ziel des Joint Ventures ist die Herstellung von Prozessoren für das autonome Fahren, humanoide Roboter und Weltraummissionen. Musk verspricht eine jährliche Rechenleistung von einem Terawatt. Allerdings nannte der CEO bei der Präsentation am Wochenende keinen konkreten Zeitplan für den Bau.
Skepsis an der Wall Street
Genau diese fehlenden Details sorgen am Markt für Zurückhaltung. Die geschätzten Kosten von 20 bis 25 Milliarden US-Dollar sind laut dem Finanzchef noch nicht im ohnehin schon rekordverdächtigen Investitionsbudget für 2026 enthalten. Experten von Morgan Stanley bewerten das Vorhaben als gigantischen Kraftakt. Da Tesla über keinerlei Erfahrung in der Halbleiterfertigung verfügt, rechnen die Analysten frühestens Mitte 2028 mit ersten fertigen Chips.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tesla?
Abseits der großen Zukunftsvisionen drückt das schwächelnde Kerngeschäft auf die Stimmung. Die Schweizer Großbank UBS senkte ihre Schätzungen für die Auslieferungen im ersten Quartal auf rund 345.000 Fahrzeuge, was einem Rückgang von 18 Prozent gegenüber dem Vorquartal entspricht. Als Grund nennen die Experten eine nachlassende Nachfrage nach Elektroautos in den Schlüsselmärkten USA und China. Diese operativen Hürden spiegeln sich auch im Kursverlauf wider: Mit einem aktuellen Preis von 329,85 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von knapp zwölf Prozent.
Fortschritte bei der Software
Ein Lichtblick zeigt sich derweil bei der Software für autonomes Fahren. Tesla hat die finale Testphase für sein „Full Self-Driving“ (FSD) in den Niederlanden abgeschlossen und alle erforderlichen Dokumente bei der dortigen Zulassungsbehörde eingereicht. Gibt die Behörde wie erhofft am 10. April grünes Licht, dient dies als Blaupause für andere europäische Länder. Ein EU-weiter Rollout der Software wäre dann bereits im Sommer möglich.
Ein auf 112 US-Dollar gestiegener Ölpreis und hohe Anleiherenditen belasten derzeit das makroökonomische Umfeld für Technologiewerte zusätzlich. Der nächste harte Realitätsabgleich für die Aktie folgt am 28. April mit der Vorlage der Quartalszahlen. Spätestens dann müssen die Verantwortlichen belegen, wie sie den Spagat zwischen sinkenden Auslieferungen und den milliardenschweren Zukunftsinvestitionen finanzieren wollen.
Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 24. März liefert die Antwort:
Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...