The Trade Desk Aktie: Boden erreicht?

Nach einem massiven Kursverfall startet The Trade Desk ein Aktienrückkaufprogramm. Analysten sind gespalten, doch einige Investoren nutzen die Tiefststände für Käufe.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie verlor rund 70 Prozent im Jahr 2025
  • Management autorisiert 500-Millionen-Dollar-Rückkauf
  • Institutionelle Investoren stocken antizyklisch auf
  • Analysten-Kursziele liegen deutlich über aktuellem Niveau

Der Advertising-Tech-Konzern The Trade Desk hat ein desaströses Jahr 2025 hinter sich – die Aktie verlor rund 70 Prozent an Wert und zählte zu den schwächsten Titeln im S&P 500. Nun versucht das Management mit einem 500 Millionen Dollar schweren Rückkaufprogramm gegenzusteuern. Doch reicht das aus, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen?

Dramatischer Absturz vom Hoch

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Von seinem 52-Wochen-Hoch bei 127,59 Dollar ist die Aktie auf aktuell rund 38 Dollar abgestürzt. Die Marktkapitalisierung schrumpfte auf etwa 18,4 Milliarden Dollar. Technisch sieht es nicht besser aus – der Titel notiert deutlich unter seinen gleitenden Durchschnitten bei 41,64 Dollar (50 Tage) und 55,02 Dollar (200 Tage). Das Korrekturniveau von fast 70 Prozent ist selbst für volatile Tech-Werte außergewöhnlich heftig.

The Trade Desk

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Verantwortlich für den Kursverfall sind offenbar Bewertungskorrekturen im Zuge steigender Zinsen sowie Unsicherheiten über die Auswirkungen von KI-Disruption auf das Geschäftsmodell des Programmatic-Advertising-Spezialisten.

Rückkaufprogramm als Vertrauenssignal

Der Verwaltungsrat hat nun ein Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen Dollar autorisiert – das entspricht etwa 2,1 Prozent der ausstehenden Aktien zum aktuellen Kurs. Die Botschaft: Das Management hält die Bewertung für zu niedrig. Rückkäufe reduzieren zwar technisch die Aktienzahl und erhöhen damit den Gewinn je Aktie, primär geht es hier aber um ein psychologisches Signal an den Markt.

Interessant ist auch die Aktivität institutioneller Investoren. Trotz des Ausverkaufs haben einzelne Adressen ihre Positionen massiv aufgestockt: Sound Income Strategies LLC erhöhte seinen Anteil um über 317 Prozent, West Oak Capital LLC sogar um 466 Prozent. Einige Profis sehen die aktuellen Kurse offenbar als antizyklische Einstiegschance.

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Analysten bleiben gespalten optimistisch

Die Analystengemeinde zeigt sich trotz des Kursdesasters erstaunlich zuversichtlich. Von 36 bewertenden Häusern vergeben 21 ein Kaufen-Rating, 12 ein Halten und nur 3 ein Verkaufen. Allerdings wurden die Kursziele deutlich gesenkt: Morgan Stanley etwa revidierte sein Ziel von 80 auf 50 Dollar und stufte auf „Equal Weight“ zurück. UBS hält an einem Kursziel von 82 Dollar fest. Das durchschnittliche 12-Monats-Ziel liegt bei rund 76,56 Dollar – theoretisch eine Verdopplung vom aktuellen Niveau. Diese Schätzung dürfte allerdings durch ältere, optimistischere Prognosen verzerrt sein.

Fundamental lieferte das Unternehmen zuletzt leicht besser als erwartet: Der Gewinn je Aktie lag bei 0,45 Dollar (Konsens: 0,44 Dollar), der Umsatz bei 739,4 Millionen Dollar – ein Plus von 17,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das KGV notiert bei 43,6 – deutlich niedriger als in der Vergangenheit, aber immer noch ambitioniert für einen Titel mit dieser Performance.

Suche nach Stabilisierung

The Trade Desk befindet sich in einer kritischen Phase. Das Rückkaufprogramm und antizyklische Käufe einzelner Institutionen könnten einen Boden markieren. Die technische Lage bleibt jedoch angeschlagen, solange die Aktie unter den gleitenden Durchschnitten verharrt. Die extreme Diskrepanz zwischen Analystenziel und aktuellem Kurs zeigt, wie unsicher die Bewertung in einem schwierigen Marktumfeld geworden ist.

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