The Trade Desk Aktie: CFO gefeuert

Nach der erneuten Entlassung eines Finanzchefs senken Analysten massiv ihre Kursziele für The Trade Desk. Die Aktie verliert stark an Wert, während der Wettbewerbsdruck zunimmt.

Kurz zusammengefasst:
  • Erneuter CFO-Wechsel nach nur fünf Monaten
  • Mehrere Analysten kürzen ihre Kursziele drastisch
  • Aktienkurs deutlich unter Allzeithoch notiert
  • Quartalsbericht im Februar als nächster Prüfstein

Die Trade Desk verliert massiv an Wert. Binnen fünf Monaten hat das Unternehmen seinen zweiten Finanzchef verschlissen – und die Wall Street verliert das Vertrauen. Die Aktie notiert bei rund 32 US-Dollar, ein Minus von etwa 76 Prozent gegenüber dem Allzeithoch. Zeitgleich senken Analysten reihenweise ihre Kursziele.

Blitz-Aus für den Finanzchef

Am Wochenende verkündete The Trade Desk die Trennung von CFO Alex Kayyal, wirksam ab 24. Januar. Kayyal hatte die Position erst im August 2025 übernommen – nach nicht einmal einem halben Jahr ist Schluss. Laut SEC-Mitteilung wurde er entlassen, bleibt aber bis zur Hauptversammlung 2026 im Verwaltungsrat.

The Trade Desk

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Als Übergangslösung rückt Tahnil Davis nach, seit fast elf Jahren Chief Accounting Officer bei The Trade Desk. Das Unternehmen betonte, die Q4-Prognose bleibe trotz des Führungswechsels unverändert. Die Suche nach einem dauerhaften Nachfolger läuft.

Analysten drehen ab

Die Personalie löste an der Wall Street umgehende Reaktionen aus. Allein am Dienstag kürzten drei Institute ihre Kursziele:

  • Citigroup: von 50 auf 38 US-Dollar (Rating „Neutral“)
  • Truist Financial: von 85 auf 60 US-Dollar (Rating „Buy“)
  • Rosenblatt Securities: von 64 auf 53 US-Dollar

Zuvor hatte bereits Citizens JMP das Rating von „Outperform“ auf „Market Perform“ gesenkt. UBS hatte am 20. Januar drastisch von 82 auf 50 US-Dollar reduziert, Stifel am 23. Januar von 90 auf 74 US-Dollar.

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Wettbewerb verschärft sich

Die Führungsunsicherheit trifft auf ein härter werdendes Marktumfeld. Citizens verwies in ihrer Einschätzung darauf, dass generative KI die Wechselkosten für Kunden senken könnte – mit der Folge, dass Konkurrenten wie Amazon leichter punkten. Das Umsatzwachstum von The Trade Desk hat sich bereits verlangsamt, auch wenn Q3 2025 mit 739,4 Millionen US-Dollar Umsatz (plus 17,7 Prozent) und einem Gewinn je Aktie von 0,45 US-Dollar solide ausfiel.

Mit einer Bruttomarge von knapp 79 Prozent und einer angekündigten Aktienrückkauf-Ermächtigung über 500 Millionen US-Dollar im November bleibt das Geschäftsmodell grundsätzlich profitabel. Die Aktie handelt derzeit beim 16-Fachen der geschätzten Gewinne für 2026 – deutlich unter historischen Bewertungsniveaus.

Quartalszahlen als Lackmustest

Am 11. Februar 2026 steht der Q4-Bericht an. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,59 US-Dollar bei Erlösen von 841,87 Millionen US-Dollar, was einem Umsatzplus von 13,6 Prozent entspräche. Für das Gesamtjahr 2025 rechnet der Konsens mit 1,78 US-Dollar je Aktie und 2,89 Milliarden US-Dollar Umsatz. Ob diese Zahlen ausreichen, um das verlorene Vertrauen wiederherzustellen, wird sich zeigen.

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