The Trade Desk Aktie: Gemischte Signale

Institutionelle Anleger kaufen The Trade Desk nahe dem Jahrestief, während Analysten uneins über die Bewertung sind. Das Unternehmen zeigt weiterhin operatives Wachstum.

Kurz zusammengefasst:
  • Analysten bewerten Aktie zwischen 'Strong-Buy' und 'Neutral'
  • Institutionelle Investoren stocken Position massiv auf
  • Starkes Umsatzwachstum im dritten Quartal 2025
  • Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen Dollar autorisiert

Der Werbetechnologie-Spezialist The Trade Desk bewegt sich am Donnerstag in einem Spannungsfeld widersprüchlicher Signale. Während neue Analystenbewertungen unterschiedliche Richtungen einschlagen, nutzen institutionelle Investoren die Kursschwäche nahe der 52-Wochen-Tiefs für Zukäufe. Nach einem Verlust von rund 68 Prozent binnen Jahresfrist stellt sich die Frage: Ist die Aktie nun ausverkauft oder bleibt der Abwärtsdruck bestehen?

Analysten uneinig – Institutionelle kaufen zu

Am Mittwoch sorgte gleich eine Reihe von Analystenbewegungen für Aufmerksamkeit. BNP Paribas Exane startete die Bewertung mit ‚Neutral‘ und einem Kursziel von 40 US-Dollar – knapp acht Prozent über dem damaligen Schlusskurs von 37,13 Dollar. Deutlich optimistischer gibt sich Cannonball Research, die das Papier am selben Tag auf ‚Strong-Buy‘ hochstuften und damit Vertrauen in die aktuelle Bewertung signalisierten.

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Parallel dazu berichtete die japanische Sumitomo Mitsui Trust Group von einem massiven Aufstocken ihrer Position. Im dritten Quartal 2025 erhöhte die Investmentgesellschaft ihren Anteil um 14,1 Prozent auf rund 2,29 Millionen Aktien – ein Gegenwert von etwa 112 Millionen Dollar. Solche Bewegungen deuten darauf hin, dass langfristig orientierte Investoren die Nähe zum 52-Wochen-Tief von 35,65 Dollar als Einstiegschance betrachten.

Weniger euphorisch zeigten sich zuvor andere Häuser. Morgan Stanley senkte das Kursziel am 13. Januar auf 42 Dollar, Wells Fargo folgte einen Tag zuvor mit ebenfalls 42 Dollar bei ‚Equal Weight‘. Einzig MoffettNathanson hob die Bewertung von ‚Sell‘ auf ‚Neutral‘ an, allerdings mit einem konservativen Ziel von 39 Dollar.

Operative Stärke trifft auf Bewertungskorrektur

Die massive Kurskorrektur steht im Kontrast zur operativen Entwicklung. Im dritten Quartal 2025 steigerte The Trade Desk den Umsatz um 17,7 Prozent auf 739,4 Millionen Dollar und übertraf mit einem Gewinn je Aktie von 0,45 Dollar die Erwartungen. Die Diskrepanz zwischen Wachstum und Aktienkurs spiegelt vor allem Branchensorgen wider, nicht grundlegende Probleme des Geschäftsmodells.

Als Reaktion autorisierte der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen Dollar – rund 2,1 Prozent der ausstehenden Anteile. Diese Maßnahme könnte als Preisunterstützung wirken und unterstreicht das Vertrauen des Managements in die eigene Bewertung.

Strategisch baut das Unternehmen sein Ökosystem weiter aus. Im Januar 2026 gewann die OpenAds-Initiative wichtige Unterstützer wie AccuWeather, BuzzFeed, The Guardian und Hearst. Das Produkt zielt auf transparente, direkte Werbeauktionen ab – ein direkter Gegenentwurf zu den geschlossenen Systemen großer Tech-Konzerne.

Ausblick: Quartalszahlen als Wegweiser

Der nächste Gradmesser folgt im Februar mit den Zahlen zum vierten Quartal. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,38 Dollar, ein Plus von 5,6 Prozent zum Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2025 liegt die Konsensschätzung bei 0,99 Dollar – ein Wachstum von knapp 27 Prozent gegenüber 2024.

Technisch konsolidiert die Aktie knapp über dem Jahrestief von 35,65 Dollar. Ein stabiles Halten dieser Marke könnte zusammen mit den jüngsten institutionellen Käufen eine Basis für eine Erholung bilden. Allerdings notiert das Papier weiterhin unter den gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50 und 200 Tage. Ob die Unterstützung im Bereich von 36 bis 37 Dollar bis zur Zahlenvorlage hält, wird über die kurzfristige Richtung entscheiden.

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