The Trade Desk Aktie: Gewinn verfehlt, Rothschild senkt auf Sell
The Trade Desk verfehlt die Gewinnerwartungen und erlebt eine drastische Herabstufung. Der Aktienkurs fällt deutlich, während der Werbespezialist auf KI und Connected TV setzt.

Kurz zusammengefasst
- Gewinn je Aktie unter Analystenschätzung
- Rothschild & Co Redburn stuft auf Verkaufen
- Aktienkurs seit Jahresbeginn stark gefallen
- Management setzt auf KI und Connected TV
The Trade Desk steht unter Druck. Ein verfehlter Gewinn und eine drastische Herabstufung durch Analysten belasten das Vertrauen der Investoren in den Werbespezialisten.
Das Unternehmen steigerte den Umsatz im ersten Quartal 2026 um zwölf Prozent auf 689 Millionen US-Dollar. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen des Marktes von 678 Millionen Dollar. Die Profitabilität hielt mit diesem Wachstum jedoch nicht Schritt.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,28 US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld mit 0,32 US-Dollar gerechnet. Parallel dazu verlangsamte sich das Wachstum deutlich: Im Vorjahresquartal war der Umsatz noch um 25 Prozent geklettert.
Besonders eine neue Analyse von Rothschild & Co Redburn sorgt für Unruhe. Die Experten stuften das Papier auf „Verkaufen“ herab und setzten ein Kursziel von lediglich 11 US-Dollar fest. Sie warnen vor dem zunehmenden Wettbewerb durch KI-Tools großer Technologiekonzerne, die den Marktanteil von The Trade Desk bedrohen könnten.
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An der Börse hinterlassen diese Nachrichten tiefe Spuren. Die Aktie verlor seit Jahresbeginn bereits über 42 Prozent an Wert. Mit einem aktuellen Kurs von 18,43 Euro notiert das Papier weit unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von rund 34 Euro.
Das Management setzt zur Gegensteuerung verstärkt auf Künstliche Intelligenz und den Bereich Connected TV. Für das zweite Quartal stellt der Vorstand einen Umsatz von mindestens 750 Millionen US-Dollar in Aussicht. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) soll bei etwa 260 Millionen Dollar liegen.
Die finanzielle Basis des Unternehmens bleibt mit rund 1,4 Milliarden US-Dollar an Barmitteln solide. Dennoch muss der Konzern beweisen, dass er seine Position im offenen Internet gegen die geschlossenen Ökosysteme der Tech-Giganten verteidigen kann. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob die neuen KI-Agenten die erhoffte Wende bringen.
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