Thunder Tiger Aktie: 169,50 TWD auf 52-Wochen-Hoch
Thunder Tiger erreicht mit 169,50 TWD ein neues Jahreshoch. Der taiwanesische Drohnenbauer profitiert von der globalen Nachfrage nach unabhängigen Lieferketten.

Kurz zusammengefasst
- Aktie steigt auf neues 52-Wochen-Hoch
- Globale Nachfrage nach Nicht-China-Drohnen
- Fokus auf NATO-kompatible Systeme
- Produktion in den USA ausgebaut
Taiwans Drohnenbauer Thunder Tiger erlebt einen starken Tag. Die Aktie kletterte am Dienstag auf 169,50 TWD — ein Plus von 9,71 Prozent. Damit markiert das Papier ein neues 52-Wochen-Hoch.
Der Treiber ist klar: die globale Nachfrage nach Drohnen aus nicht-chinesischen Lieferketten. Geopolitische Spannungen und das wachsende Sicherheitsbewusstsein westlicher Staaten bescheren dem Hersteller Rückenwind.
Produktion in den USA, Fokus auf NATO-Standards
Thunder Tiger setzt auf Eigenständigkeit. Das Unternehmen baut seine Fertigung in den USA aus und treibt die „Papa Delta“-Drohne voran. Parallel dazu signalisiert der Konzern seine Bereitschaft für westliche Märkte.
Auf der Taiwan Expo Europe in Warschau präsentierte Thunder Tiger vier unbemannte Systeme. Die Kompatibilität mit NATO-Standards stand im Fokus. Ein zentraler Bestandteil: die „Overkill FPV“-Angriffsdrohne. Sie besitzt bereits eine US Blue UAS-Zertifizierung und bestand Tests im Pentagon-Programm.
Lieferketten unter der Lupe
Das Thema Lieferketten bleibt sensibel. Im Juni 2026 gab es Berichte über „CHN“-Kennzeichnungen auf Chips von Trainingsdrohnen, die Thunder Tiger an das taiwanesische Militär lieferte. Der Vorwurf: chinesische Bauteile.
Das Unternehmen wies die Kritik zurück. Die Chips stammen demnach von einem europäischen Hersteller, die Produktion erfolgt in Europa, die Verpackung teilweise in China. Der Vorfall zeigt, wie transparent Lieferketten heute sein müssen.
Technische Kennzahlen
Der Aktienkurs liegt 37,80 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 123,00 TWD vom Juni. Auch der 50-Tage-Durchschnitt von 141,00 TWD wurde um 20,21 Prozent übertroffen. Der RSI von 74,8 deutet auf überkaufte Niveaus hin.
Die Volatilität von 58 Prozent unterstreicht die Schwankungsanfälligkeit des Titels. Die Dynamik im Drohnensektor bleibt jedoch intakt. Thunder Tiger hat sich als Anbieter für unabhängige Lieferketten positioniert. Neue internationale Aufträge dürften die nächste entscheidende Stufe sein.
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