Thyssenkrupp Aktie: 50/50-Schock

Thyssenkrupp-Chef López sieht den Verkauf der Stahlsparte an Jindal als ungewiss. Parallel sichert sich die Marinesparte TKMS einen wichtigen Rüstungsauftrag, während Analysten die Aktie weiter empfehlen.

Kurz zusammengefasst:
  • CEO bewertet Erfolgswahrscheinlichkeit für Jindal-Deal als 50/50
  • Marinesparte TKMS erhält Torpedo-Rahmenvertrag der Bundeswehr
  • Kepler Capital bekräftigt Kaufempfehlung mit hohem Kursziel
  • Tochtergesellschaft Nucera steigt aus dem SDAX aus

Konzernchef Miguel López hat am Wochenende die Erfolgswahrscheinlichkeit für den geplanten Verkauf der Stahlsparte beziffert – und Anleger dürften das nicht gerne hören. Während die Verhandlungen mit dem indischen Stahlriesen Jindal auf Messers Schneide stehen, liefert die Marinesparte einen wichtigen Auftragserfolg.

Die wichtigsten Punkte:
* CEO López taxiert Chancen für Jindal-Deal auf nur 50 Prozent
* Marinesparte TKMS sichert sich Torpedo-Rahmenvertrag mit der Bundeswehr
* Kepler Capital bekräftigt „Buy“ mit Kursziel 13,80 Euro
* Tochter Nucera verlässt heute den SDAX

Thyssenkrupp

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Deal-Poker mit ungewissem Ausgang

In einem Interview mit der WAZ vom 21. Dezember dämpfte López die Erwartungen deutlich. Die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Abschluss mit Jindal liege bei „50/50“. Diese ungewöhnlich offene Einschätzung unterstreicht die Komplexität der Verhandlungen. Ein Scheitern würde bedeuten, dass Thyssenkrupp die Sanierung der defizitären Stahlsparte aus eigener Kraft stemmen müsste – mit entsprechenden Belastungen für die Konzernbilanz.

Der Kontext verschärft die Lage: Die deutsche Rohstahlproduktion wurde im November um 9,1 Prozent zurückgefahren. Die europäische Stahlindustrie kämpft mit schwacher Nachfrage und hohen Energiekosten.

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Rüstungssparte glänzt mit Großauftrag

Deutlich besser läuft es bei Thyssenkrupp Marine Systems. Am 19. Dezember unterzeichnete TKMS einen Rahmenvertrag mit dem Bundesamt für Ausrüstung über die Lieferung von DM2A5-Schwergewichts-Torpedos. Die Waffen sind primär für das deutsch-norwegische U-Boot-Programm der Klasse 212CD vorgesehen. Der Auftrag unterstreicht die operative Stärke der Sparte, die ebenfalls als Abspaltungskandidat gehandelt wird.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der Unsicherheiten hält Kepler Capital an seiner Kaufempfehlung fest. Analyst Boris Bourdet bestätigte am Freitag das „Buy“-Rating mit Kursziel 13,80 Euro. Bei einem aktuellen Kurs von 9,08 Euro entspricht dies einem Aufwärtspotenzial von über 50 Prozent. Auch die Citi hatte zuvor zum Kauf geraten.

Die kommenden Handelstage dürften von erhöhter Volatilität geprägt sein. Sollte der Markt López‘ Transparenz positiv werten und den Fokus auf die TKMS-Erfolge legen, wäre ein Test der 10-Euro-Marke denkbar. Im negativen Szenario könnte die 50/50-Aussage als Warnsignal verstanden werden, dass der strategische Befreiungsschlag ausbleibt. Anleger warten nun auf konkrete Fortschritte in den Jindal-Verhandlungen.

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