Thyssenkrupp Aktie: Aktionäre entscheiden am 7. August
Thyssenkrupp treibt die Abspaltung seiner Werkstoffsparte voran. Am 7. August stimmen die Aktionäre über die Ausgliederung von tk accelis ab.

Kurz zusammengefasst
- Aufsichtsrat genehmigt Abspaltungspläne
- Aktionärsvotum am 7. August 2026
- Jefferies bestätigt Kaufempfehlung für Aktie
- Quartalszahlen für Mitte August erwartet
Der Aufsichtsrat hat grünes Licht gegeben. Thyssenkrupp trennt seine Werkstoffsparte tk accelis ab — und setzt damit den nächsten Schritt in der Umwandlung zur Finanzholding.
7. August: Aktionäre entscheiden
Für den 7. August 2026 hat der Konzern eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Dort stimmen die Aktionäre über den Spin-off ab. 49 Prozent der Anteile an tk accelis sollen direkt an bestehende Thyssenkrupp-Aktionäre übertragen werden. Thyssenkrupp behält die Mehrheit und konsolidiert tk accelis weiterhin vollständig.
Die Notierung an der Frankfurter Börse plant der Konzern noch im Laufe des Jahres 2026. tk accelis erzielte im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro und beschäftigt rund 15.500 Mitarbeitende. Die Sparte hat sich zuletzt auf Luftfahrt, Verteidigung und Rechenzentren ausgerichtet.
Jefferies bleibt beim Kaufvotum
Die Aktie reagierte am Mittwoch zunächst mit Abgaben auf die Bestätigung der Abspaltungspläne. Marktbeobachter werteten den Rücksetzer als Gewinnmitnahmen. Jefferies bestätigte dennoch das „Buy“-Rating. Die Analysten sehen in der Holdingstruktur mit eigenständigen, börsennotierten Einheiten den richtigen Weg, um den Konglomeratsabschlag der Aktie zu verringern.
JPMorgan-Analyst Dominic O’Kane bezeichnete den Schritt als nächsten Meilenstein bei der Freisetzung von Aktionärswert. Das Muster ist bekannt: Nach Nucera und der Marinesparte TKMS ist tk accelis die dritte Einheit, die Thyssenkrupp auf eigene Beine stellt.
Quartalszahlen folgen im August
Die Aktie notiert aktuell bei 11,05 Euro — rund zehn Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn liegt das Papier mit 14,25 Prozent im Plus. Der RSI von 51,6 zeigt keine Überhitzung.
Am 13. August 2026 folgen die Zahlen für das dritte Quartal 2025/26. Analysten erwarten im Schnitt einen Umsatz von 8,58 Milliarden Euro und ein Ergebnis je Aktie von 0,18 Euro. Hauptversammlung und Quartalsbericht fallen damit in denselben August — ein dichter Kalender für einen Konzern mitten im Umbau.
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