Thyssenkrupp Aktie: Alles scheint möglich!
Der Verkauf von TK Elevator an Kone treibt die Thyssenkrupp-Aktie zweistellig. Analysten sehen weiteres Potenzial, doch Kartellbedenken bestehen.

Kurz zusammengefasst
- Aktie steigt um rund elf Prozent
- Kone übernimmt TK Elevator für 29,4 Milliarden
- Jefferies bestätigt Kursziel von 13 Euro
- Kartellrechtliche Anfechtung durch Schindler droht
Der Kone-Deal war lange erhofft — jetzt ist er da, und der Markt reagiert prompt. Die Thyssenkrupp-Aktie springt am Mittwoch um rund elf Prozent auf 9,68 Euro. Das ist der stärkste Tagesanstieg seit Wochen.
Der finnische Aufzughersteller Kone übernimmt TK Elevator von den Finanzinvestoren Advent und Cinven. Der Kaufpreis liegt bei 29,4 Milliarden Euro inklusive Schulden. Thyssenkrupp selbst hält noch gut 16 Prozent an der Sparte — und profitiert damit indirekt von der Neubewertung.
Kone beziffert die erwarteten jährlichen Synergien auf 700 Millionen Euro. Der Deal würde den weltweit größten Aufzughersteller schaffen und Wettbewerber wie Otis und Schindler übertreffen. Allerdings droht kartellrechtlicher Gegenwind: Schindler hat laut Reuters bereits angekündigt, den Zusammenschluss vor Wettbewerbsbehörden anzufechten.
Jefferies bleibt bullish
Das Analysehaus Jefferies bestätigt seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 13 Euro. Die Transaktion bringe Thyssenkrupp eine lange erhoffte Wertschöpfung außerhalb des Kerngeschäfts. Zum Vergleich: Der aktuelle Kurs notiert noch rund 27 Prozent unter dem Jefferies-Ziel.
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Zwei weitere Katalysatoren im Blick
Parallel läuft ein weiterer wichtiger Termin. Bis heute muss Thyssenkrupp Marine Systems sein überarbeitetes Angebot für das kanadische U-Boot-Programm einreichen. Das Auftragsvolumen beträgt 37 Milliarden Euro — verteilt auf zwölf U-Boote der 212CD-Klasse, ausgelegt für arktische Einsätze. Als einziger verbliebener europäischer Kandidat konkurriert TKMS mit dem südkoreanischen Anbieter Hanwha Ocean. Die Vergabeentscheidung fällt zwischen Mai und Juni 2026.
Ferner treibt der Konzern die Verselbstständigung der Handelssparte Materials Services voran. Die Tochter mit einem Jahresumsatz von 11,4 Milliarden Euro soll bis Herbst 2026 eigenständig werden. Zur Auswahl stehen Börsengang, Abspaltung, Verkauf oder Umwandlung in eine KGaA. Drei mit der Sache vertraute Personen bestätigten Reuters, dass eine Entscheidung noch 2026 fallen könnte — ein IPO bereits im Herbst sei möglich, wenn die Sparte ihre Performance im laufenden Quartal verbessert.
Halbjahresbericht am 12. Mai
Am 12. Mai legt Thyssenkrupp den Halbjahresbericht vor. Investoren erwarten dabei nicht nur Zahlen, sondern konkrete Fortschritte auf dem Weg zur Finanzholding. Der heutige Kurssprung hat den Kurs zurück über den 50-Tage-Durchschnitt gebracht — die 200-Tage-Linie bei 9,82 Euro liegt nun in unmittelbarer Reichweite.
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