Thyssenkrupp Aktie: Doppelschlag

Thyssenkrupp treibt die Transformation zur Finanzholding voran, indem es den Teilverkauf der profitablen Sparte Rothe Erde prüft und seine Marinetochter TKMS um einen großen kanadischen Rüstungsauftrag bewirbt.

Kurz zusammengefasst:
  • Prüfung des Verkaufs von 30 Prozent an Rothe Erde
  • TKMS bewirbt sich um milliardenschweren Auftrag in Kanada
  • Aktienkurs hat sich im Jahresverlauf mehr als verdoppelt
  • Hauptversammlung mit Dividendenbeschluss am 30. Januar

Thyssenkrupp treibt den Konzernumbau voran – und das gleich an zwei Fronten. Während der Essener Traditionskonzern für die profitable Wälzlager-Sparte Rothe Erde konkrete Verkaufsgespräche führt, bewirbt sich die Marinetochter TKMS um einen milliardenschweren Auftrag aus Kanada. Die Aktie setzt ihre bemerkenswerte Aufholjagd fort.

Die wichtigsten Fakten:
– Thyssenkrupp prüft Verkauf von 30 Prozent an Rothe Erde
– Mögliche Bewertung: 1,5 Milliarden Euro
– TKMS bewirbt sich um kanadischen Großauftrag
– Aktie im Jahresvergleich mehr als verdoppelt
– Hauptversammlung am 30. Januar 2026

Thyssenkrupp

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Rothe Erde: Profitables Asset auf dem Prüfstand

Am 23. Januar bestätigte Thyssenkrupp offiziell die Gespräche über einen Teilverkauf der Wälzlager-Sparte. Rund 30 Prozent der Anteile an Rothe Erde stehen zur Disposition. Die Transaktion könnte das Unternehmen mit insgesamt 1,5 Milliarden Euro bewerten.

Rothe Erde gehört zum Segment Decarbon Technologies und zählt zu den profitablen Einheiten innerhalb des Konzerns. In einer Stellungnahme erklärte das Unternehmen, man erhalte regelmäßig Angebote für verschiedene Transaktionsmöglichkeiten und prüfe diese jeweils. Ein Berater sondiert bereits das Käuferinteresse.

Ein erfolgreicher Deal würde die strategische Neuausrichtung zur Finanzholding beschleunigen. Nach dem Börsengang von TKMS im Oktober 2025 wäre dies der nächste konsequente Schritt – und würde gleichzeitig dringend benötigtes Kapital in die Kasse spülen.

TKMS im Rennen um kanadischen Milliardenauftrag

Parallel positioniert sich die Marinetochter TKMS auf dem internationalen Rüstungsmarkt. CEO Oliver Burkhard skizzierte Ende vergangener Woche die Bewerbung um einen substanziellen kanadischen Verteidigungsauftrag. TKMS präsentiert sich dabei als Europas einziger vollintegrierter Systemanbieter für maritime Verteidigung.

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Die seit Oktober börsennotierte Tochter verfügt über einen Rekord-Auftragsbestand von 18,2 Milliarden Euro. Seit Dezember 2025 ist das Unternehmen im MDAX gelistet. Ein kanadischer Großauftrag würde das Wachstumspotenzial zusätzlich untermauern und den erfolgreichen Spin-off nachträglich validieren.

Transformation unter Hochdruck

Die aktuellen Entwicklungen fügen sich in die übergeordnete Konzernstrategie. Thyssenkrupp wandelt sich zur Finanzholding mit Mehrheitsbeteiligungen an eigenständigen Unternehmen. Die Stahlsparte verhandelt weiterhin mit Jindal Steel International über einen möglichen Verkauf. Die Kapazität soll von 11,5 Millionen Tonnen auf 8,7 bis 9 Millionen Tonnen schrumpfen – verbunden mit dem Abbau von 11.000 Stellen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 erwartet der Konzern einen Nettoverlust zwischen 400 und 800 Millionen Euro. Der operative Gewinn soll zwischen 500 und 900 Millionen Euro liegen. Die Restrukturierungskosten bei Steel Europe belasten die Bilanz erheblich.

Starke Kursperformance trotz Herausforderungen

Die Thyssenkrupp-Aktie notiert bei 11,31 Euro und hat sich im Jahresvergleich mehr als verdoppelt. Innerhalb der vergangenen sieben Tage legte der Titel knapp zehn Prozent zu. Vom 52-Wochen-Tief bei 4,43 Euro im Februar 2025 hat sich der Kurs deutlich entfernt.

Analysten bleiben gespalten. Der Konsens sieht das durchschnittliche Kursziel bei 11,06 Euro – nur knapp über dem aktuellen Niveau. Morgan Stanley bewertet die Aktie mit „Underweight“, während Zacks Research Anfang Januar auf „Strong Buy“ hochstufte.

Am 30. Januar findet die Hauptversammlung statt. Auf der Agenda steht eine Dividende von 0,15 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2024/2025. Weitere Details zur Rothe-Erde-Transaktion und mögliche Fortschritte beim kanadischen TKMS-Auftrag dürften die Kursentwicklung in den kommenden Wochen prägen.

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