Thyssenkrupp Aktie: Elbit-Bündnis stärkt Marinesparte
Thyssenkrupp Marine Systems kooperiert mit Elbit Systems. Rekordaufträge und Kursgewinne begleiten die geplante Konzernaufspaltung.

Kurz zusammengefasst
- Kooperation mit israelischem Rüstungskonzern
- Rekord-Auftragsbestand von 20,6 Milliarden Euro
- Aktie legt auf Monatssicht 21 Prozent zu
- Hauptversammlung über Spaltungspläne im Sommer
Bei Thyssenkrupp treibt aktuell das Rüstungsgeschäft die Fantasie an. Während der Stahlumbau stockt, liefert die Marinesparte neue Impulse. Ein Bündnis mit Israel soll nun die technologische Position ausbauen.
Bündnis im Rüstungsgeschäft
Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) hat eine Absichtserklärung mit dem israelischen Rüstungskonzern Elbit Systems unterzeichnet. Das Ziel: gemeinsamer Bau und Vertrieb moderner maritimer Verteidigungslösungen. Die Deutschen bringen ihr Wissen im Schiffbau ein. Elbit liefert moderne Sensorik und Verteidigungssysteme. Finanzielle Details der Kooperation bleiben vorerst unter Verschluss.
TKMS-Chef Oliver Burkhard sieht in der Kooperation einen Weg, technologische Fähigkeiten effektiv zu bündeln. Am Markt werten Beobachter den Deal als wichtiges Signal. Er untermauert die geplante operative Verselbstständigung der Marine-Sparte.
Volle Auftragsbücher
Die neue Partnerschaft trifft auf ein starkes Fundament. TKMS meldete Ende März einen Rekord-Auftragsbestand von rund 20,6 Milliarden Euro. Europas Flotten rüsten auf, weshalb U-Boote und Überwasserschiffe extrem gefragt sind.
Das zeigt sich in der Kasse. Im ersten Geschäftshalbjahr kletterte der Umsatz der Sparte um zehn Prozent auf 1,17 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis stieg parallel dazu auf 60 Millionen Euro.
Für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 bleibt der Vorstand zuversichtlich. Das Management erwartet ein Umsatzwachstum zwischen zwei und fünf Prozent. Die operative Gewinnmarge soll bei über sechs Prozent liegen.
Aktie im Höhenflug
An der Börse kommt diese Entwicklung gut an. Die Thyssenkrupp-Aktie schloss am Mittwoch bei 10,78 Euro. Auf Monatssicht steht damit ein Plus von knapp 21 Prozent auf der Kurstafel. Auf Jahressicht beläuft sich der Zuwachs auf fast 26 Prozent.
Technisch bewegt sich das Papier mittlerweile in extremen Sphären. Der Relative-Stärke-Index steht bei 82,3. Dieser Wert signalisiert einen klar überkauften Zustand. Analysten von Jefferies bleiben dennoch optimistisch. Sie rufen ein Kursziel von 13,00 Euro aus.
Der nächste Akt im Umbau
Abseits der Marinesparte arbeitet das Management an der Konzernstruktur. Die Verkaufsgespräche für die Stahlsparte mit der indischen Jindal Steel sind gescheitert. Nun rückt die operative Eigenständigkeit anderer Segmente in den Mittelpunkt.
Im Sommer plant Thyssenkrupp voraussichtlich eine außerordentliche Hauptversammlung. Dort sollen die Aktionäre über die Verselbstständigung des Werkstoffgeschäfts abstimmen. Ein positives Votum würde den Umbau zur reinen Holding maßgeblich beschleunigen.
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