Thyssenkrupp Aktie: Goldman Sachs stockt auf

Goldman Sachs stockt seine Beteiligung an Thyssenkrupp auf 5,21 Prozent auf, während der Konzern mit Jindal Steel über den Verkauf der Stahlsparte verhandelt und für das Geschäftsjahr einen Verlust erwartet.

Dieter Jaworski ·
Thyssenkrupp Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Goldman Sachs hält nun 5,21 Prozent der Aktien
  • Verhandlungen mit Jindal Steel über Stahlsparte laufen
  • Konzern prognostiziert Jahresfehlbetrag bis 800 Millionen Euro
  • Quartalszahlen für Q1 folgen am 12. Februar

Kurz vor der Hauptversammlung in Bochum kommt unerwartete Bewegung in die Aktionärsstruktur des Industriekonzerns. Während der Aktienkurs in den letzten 30 Tagen um fast 22 Prozent zulegte, meldet sich Goldman Sachs mit einer signifikanten Anteilsaufstockung zu Wort. Setzen die US-Banker im Vorfeld der morgigen Veranstaltung auf den lang ersehnten Durchbruch beim Stahl-Deal?

US-Bank baut Position aus

Eine aktuelle Stimmrechtsmitteilung sorgt für Gesprächsstoff: Goldman Sachs hat das Engagement bei Thyssenkrupp deutlich erweitert. Die Investmentbank hält nun Zugriff auf insgesamt 5,21 Prozent der Anteile, was rund 21,9 Millionen Aktien entspricht. Dieser Schritt erfolgte bereits am 22. Januar – also mitten in einer Phase, in der die Aktie dynamisch nach oben strebte und zuletzt bei 11,29 Euro notierte.

Stahl-Deal im Fokus

Hintergrund der Spekulationen bleiben die Verhandlungen mit Jindal Steel. CEO Miguel Lopez diskutiert mit dem indischen Konzern über ein Modell, bei dem dieser zunächst eine 60-Prozent-Mehrheit an der Stahlsparte (TKSE) übernehmen würde. Die restlichen Anteile könnten später in zwei Tranchen folgen. Die größte Hürde stellen weiterhin die Pensionsverbindlichkeiten von rund 2,5 Milliarden Euro dar.

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Die aktuelle Lage im Überblick:

  • Großinvestor: Goldman Sachs überschreitet die 5-Prozent-Schwelle.
  • Strategie: Verkauf von Rothe-Erde-Anteilen (Bewertung ca. 1,5 Mrd. Euro) wird geprüft.
  • Prognose: Konzern erwartet für 2025/2026 einen Jahresfehlbetrag von bis zu 800 Millionen Euro.
  • Termin: Quartalszahlen folgen am 12. Februar 2026.

Belastende Faktoren bleiben

Trotz der Übernahmefantasie steht das operative Geschäft vor Herausforderungen. Das Management rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem negativen Free Cashflow vor M&A von bis zu 600 Millionen Euro. Verantwortlich dafür sind vor allem hohe Restrukturierungsrückstellungen bei Steel Europe. Auch die Automotive-Sparte erwartet rückläufige Umsätze, während der Materialhandel leicht zulegen soll.

Der nächste wichtige Impuls steht am 12. Februar an, wenn Thyssenkrupp die Bücher für das erste Quartal öffnet. Analysten rechnen hier mit einem leichten Umsatzanstieg auf 8,15 Milliarden Euro. Die morgige Hauptversammlung dürfte jedoch zuerst Aufschluss darüber geben, wie weit die Transformation tatsächlich fortgeschritten ist.

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Thyssenkrupp Aktie

10,30 EUR

– 0,43 EUR -4,01 %
KGV 41,27
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 1,39 %
Marktkapitalisierung 6,68 Mrd. EUR
ISIN: DE0007500001 WKN: 750000

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