Kurz vor der Hauptversammlung in Bochum kommt unerwartete Bewegung in die Aktionärsstruktur des Industriekonzerns. Während der Aktienkurs in den letzten 30 Tagen um fast 22 Prozent zulegte, meldet sich Goldman Sachs mit einer signifikanten Anteilsaufstockung zu Wort. Setzen die US-Banker im Vorfeld der morgigen Veranstaltung auf den lang ersehnten Durchbruch beim Stahl-Deal?
US-Bank baut Position aus
Eine aktuelle Stimmrechtsmitteilung sorgt für Gesprächsstoff: Goldman Sachs hat das Engagement bei Thyssenkrupp deutlich erweitert. Die Investmentbank hält nun Zugriff auf insgesamt 5,21 Prozent der Anteile, was rund 21,9 Millionen Aktien entspricht. Dieser Schritt erfolgte bereits am 22. Januar – also mitten in einer Phase, in der die Aktie dynamisch nach oben strebte und zuletzt bei 11,29 Euro notierte.
Stahl-Deal im Fokus
Hintergrund der Spekulationen bleiben die Verhandlungen mit Jindal Steel. CEO Miguel Lopez diskutiert mit dem indischen Konzern über ein Modell, bei dem dieser zunächst eine 60-Prozent-Mehrheit an der Stahlsparte (TKSE) übernehmen würde. Die restlichen Anteile könnten später in zwei Tranchen folgen. Die größte Hürde stellen weiterhin die Pensionsverbindlichkeiten von rund 2,5 Milliarden Euro dar.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Thyssenkrupp?
Die aktuelle Lage im Überblick:
- Großinvestor: Goldman Sachs überschreitet die 5-Prozent-Schwelle.
- Strategie: Verkauf von Rothe-Erde-Anteilen (Bewertung ca. 1,5 Mrd. Euro) wird geprüft.
- Prognose: Konzern erwartet für 2025/2026 einen Jahresfehlbetrag von bis zu 800 Millionen Euro.
- Termin: Quartalszahlen folgen am 12. Februar 2026.
Belastende Faktoren bleiben
Trotz der Übernahmefantasie steht das operative Geschäft vor Herausforderungen. Das Management rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem negativen Free Cashflow vor M&A von bis zu 600 Millionen Euro. Verantwortlich dafür sind vor allem hohe Restrukturierungsrückstellungen bei Steel Europe. Auch die Automotive-Sparte erwartet rückläufige Umsätze, während der Materialhandel leicht zulegen soll.
Der nächste wichtige Impuls steht am 12. Februar an, wenn Thyssenkrupp die Bücher für das erste Quartal öffnet. Analysten rechnen hier mit einem leichten Umsatzanstieg auf 8,15 Milliarden Euro. Die morgige Hauptversammlung dürfte jedoch zuerst Aufschluss darüber geben, wie weit die Transformation tatsächlich fortgeschritten ist.
Thyssenkrupp-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Thyssenkrupp-Analyse vom 29. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Thyssenkrupp-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Thyssenkrupp-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Thyssenkrupp: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
