Thyssenkrupp Aktie: Großoffensive gestartet

Thyssenkrupps Marine-Tochter TKMS strebt mit Übernahmeangebot Marktführerschaft an, während die Stahlsparte einen wichtigen Liefervertrag mit BMW abschließt. Analysten bewerten die Neuausrichtung unterschiedlich.

Kurz zusammengefasst:
  • TKMS bietet Übernahme von German Naval Yards Kiel an
  • Rekord-Auftragsbestand von 18,7 Milliarden Euro
  • Serienlieferung von grünem Stahl an BMW gestartet
  • Analysten uneins über zukünftige Aktienentwicklung

Der Industrie-Konzern macht ernst bei seiner Neuausrichtung. Während die Marine-Tochter TKMS offen nach der Marktführerschaft im europäischen Rüstungssektor greift, meldet die Stahlsparte einen prestigiösen Erfolg mit dem Premium-Autobauer BMW. Die Transformation nimmt spürbar Fahrt auf – doch trauen Analysten dem Frieden?

Rüstungs-Tochter will wachsen

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die erst im Oktober 2025 an die Börse gebrachte Tochter TKMS. CEO Oliver Burkhard nutzt die bevorstehende Hauptversammlung für eine klare Ansage: Er fordert eine schnelle Konsolidierung der europäischen Rüstungsindustrie und bringt TKMS als aktiven Gestalter in Stellung.

Thyssenkrupp

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Dabei bleibt es nicht bei theoretischen Überlegungen. TKMS hat ein unverbindliches Übernahmeangebot für den Konkurrenten German Naval Yards Kiel (GNYK) abgegeben. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines Rekord-Auftragsbestands von 18,7 Milliarden Euro zum Jahreswechsel. Thyssenkrupp hält nach dem IPO weiterhin 51 Prozent an dem im MDAX gelisteten Verteidigungsunternehmen, weshalb der aggressive Expansionskurs auch für die Muttergesellschaft von hoher Relevanz ist.

Wichtiger Deal mit BMW

Auch die Stahlsparte liefert operative Erfolge. Ab diesem Jahr beginnt die Serienbelieferung von BMW mit CO₂-reduziertem Stahl. Das Material „bluemint“ wird für Außenhautteile und Batteriegehäuse des neuen BMW iX3 verwendet.

Für Thyssenkrupp Steel ist dies mehr als nur ein Liefervertrag: Es ist der Beweis, dass die kostspielige Umstellung auf grüne Technologien am Markt absetzbar ist. Die Produktion erfolgt ohne Anpassung der bestehenden Presswerke, was die industrielle Skalierbarkeit der Transformation unterstreicht.

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Analysten uneins über Potenzial

Die Bewertung der aktuellen Lage fällt an der Börse gemischt aus. Jefferies reagierte zuletzt positiv und stufte die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hoch, mit einem Kursziel von 13,00 Euro. Die Experten verweisen auf den politischen Rückenwind für die Stahlbranche und hoben ihre EBIT-Prognose für 2026 deutlich an. Barclays hingegen bleibt skeptisch und votiert weiterhin mit „Underweight“, passte das Kursziel jedoch leicht nach oben auf 9,50 Euro an.

Der Aktienkurs spiegelt diese Gemengelage wider. Zwar notiert das Papier heute bei 11,18 Euro kaum verändert, doch der langfristige Trend zeigt mit einem Plus von über 76 Prozent in den letzten zwölf Monaten klar nach oben.

Fazit

Thyssenkrupp treibt den Umbau zur reinen Finanzholding konsequent voran. Neben der Expansion der Marine-Sparte laufen weiterhin Verhandlungen über den Verkauf von Steel Europe an Jindal sowie die geplante Abspaltung der Sparte Materials Services. Der Erfolg dieser komplexen Portfolio-Bereinigung in den kommenden Monaten wird darüber entscheiden, ob die Aktie ihren jüngsten Aufwärtstrend nachhaltig fortsetzen kann.

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