Thyssenkrupp Aktie: Keine Freudenbotschaft!

Thyssenkrupp verkauft seine HKM-Beteiligung vorzeitig an Salzgitter, das die Produktion auf Elektrostahl umstellt. Die Transformation führt zum Abbau von 2.000 Arbeitsplätzen.

Kurz zusammengefasst:
  • Vorzeitiger Verkauf der 50-Prozent-HKM-Beteiligung
  • Salzgitter plant Umstellung auf Elektrolichtbogenofen
  • Stellenabbau von 2.000 von 3.000 Beschäftigten
  • Wichtiger Schritt im umfassenden Sanierungskurs

Der Duisburger Stahlriese entledigt sich seiner Beteiligung an den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) – und das früher als geplant. Die Einigung mit Salzgitter markiert einen weiteren Schritt im harten Sanierungskurs, der Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) wieder auf Kurs bringen soll. Doch die Konsequenzen sind drastisch: 2.000 Jobs fallen weg.

Salzgitter übernimmt komplett

Thyssenkrupp verkauft seine 50-Prozent-Beteiligung an HKM bereits zum 1. Juni 2026 an Salzgitter. Damit scheidet der Essener Konzern deutlich früher aus dem Joint Venture aus als ursprünglich vorgesehen. Die Belieferung mit Brammen endet Ende 2028 – vier Jahre vor dem ursprünglichen Termin Ende 2032. Finanzielle Details bleiben unter Verschluss.

Thyssenkrupp

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Salzgitter wird künftig Alleingesellschafter, nachdem auch der französische Röhrenhersteller Vallourec seine 20-Prozent-Beteiligung abgeben will. Das Unternehmen aus Niedersachsen plant einen radikalen Umbau: Die beiden Hochöfen werden stillgelegt, stattdessen soll ein moderner Elektrolichtbogenofen 2,0 bis 2,5 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr produzieren. Das Projekt wird mit knapp 200 Millionen Euro öffentlich gefördert.

Die Kehrseite der Transformation: Von 3.000 Beschäftigten bleiben nur 1.000 übrig. Wie der Stellenabbau im Detail erfolgt, wird noch zwischen Betriebsrat und Unternehmen verhandelt. Verantwortlich für die Einigung war der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch, der als Vermittler zwischen den Gesellschaftern agierte.

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Teil der großen Sanierung

Für Thyssenkrupp ist der HKM-Ausstieg ein wichtiger Baustein im Gesamtpaket. Das angeschlagene Stahlunternehmen will insgesamt 11.000 Stellen abbauen oder auslagern und die Produktionskapazitäten reduzieren. Stahlchefin Marie Jaroni bezeichnet die Vereinbarung als „Meilenstein zur zukunftsfesten Aufstellung“ – eine euphemistische Formulierung angesichts der harten Einschnitte.

Spannend bleibt die Frage, wie sich die Einigung auf die laufenden Verhandlungen mit dem indischen Stahlkonzern Jindal Steel auswirkt. Dieser zeigt Interesse an einer Übernahme der gesamten Stahlsparte. Konzernchef Miguel López äußerte sich zuletzt zurückhaltend und sprach lediglich von einem „konstruktiven Austausch“.

Die IG Metall zeigt sich trotz der massiven Jobverluste erleichtert über den Erhalt des Standorts. NRW-Bezirksleiter Knut Giesler spricht von einem „guten Signal für den Stahlstandort NRW“. Auch die Politik reagiert positiv: Die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, Hendrik Wüst und Olaf Lies, begrüßten die Einigung als verantwortungsvolle Lösung – bei allen schmerzhaften Konsequenzen für die Beschäftigten.

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