Thyssenkrupp Aktie: Neue Tiefs, neue Hoffnung?
Thyssenkrupp-Aktie erreicht neues Jahrestief nach starkem Kursverlust, doch eine Analystenaufwertung und Pläne der Rüstungssparte bieten Hoffnung auf Stabilisierung.

Kurz zusammengefasst
- Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief bei 7,46 Euro
- Quartalsverlust je Aktie hat sich deutlich ausgeweitet
- Morgan Stanley stuft Wertpapier auf Equalweight hoch
- Marine-Sparte TKMS plant Expansion in Asien-Pazifik
Der Freitag war kein guter Tag für Thyssenkrupp. Die Aktie fiel auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 7,46 Euro — ein Minus von über 6 Prozent an einem einzigen Handelstag. Damit notiert das Papier mittlerweile fast 44 Prozent unter seinem Oktoberhoch von 13,24 Euro.
Branchenweiter Abverkauf trifft Stahl hart
Der Rückgang war kein Einzelphänomen. Auch Salzgitter und Aurubis gaben am Freitag deutlich nach, als Investoren Rohstoff- und Stahlwerte breit abstießen. Hintergrund ist die Sorge, dass sinkende Stahlpreise, schwächere Nachfrage und anhaltender Kostendruck die Margen im gesamten Sektor weiter belasten.
Die Fundamentaldaten unterstreichen diese Skepsis. Im jüngsten Quartal weitete sich der Verlust je Aktie auf 0,57 Euro aus — nach lediglich 0,08 Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz sank gleichzeitig um gut 8 Prozent auf 7,19 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Analysten im Schnitt einen Gewinn je Aktie von gerade einmal 0,025 Euro.
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TKMS und Morgan Stanley als Gegenpole
Zwei Entwicklungen könnten zumindest als Stabilisatoren wirken. Die Rüstungstochter Thyssenkrupp Marine Systems plant den Aufbau eines Wartungs- und Servicezentrums in Singapur, um das weniger konjunkturabhängige Verteidigungsgeschäft im asiatisch-pazifischen Raum auszubauen.
Morgan Stanley hob die Aktie vergangene Woche von „Underweight“ auf „Equalweight“ an und setzte das Kursziel auf 8,30 Euro. Die Analysten signalisieren damit, dass die Bewertung auf dem aktuellen Niveau zunehmend fair erscheint — vorausgesetzt, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabilisieren sich.
Am 12. Mai folgen die Quartalszahlen für das zweite Quartal 2026. Bis dahin dürften vor allem die globale Stahlpreisentwicklung und der Stand der Verhandlungen zur Zukunft der Stahlsparte den Kurs bestimmen.
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