Thyssenkrupp Aktie: Poker um die Aufzugsparte
Thyssenkrupp könnte von einem milliardenschweren Exit bei TK Elevator profitieren, während die Stahlsparte vor massivem Stellenabbau warnt. Zwei Schlüsseltermine im Mai und Juli 2026 sind entscheidend.

Kurz zusammengefasst
- Investoren prüfen Verkauf von TK Elevator an Kone
- Mögliche Gesamtbewertung von bis zu 25 Milliarden Euro
- Stahltochter warnt vor Verlust von 1.200 Arbeitsplätzen
- Aktie notiert auf niedrigem Niveau nach 52-Wochen-Tief
Der Industriekonzern Thyssenkrupp kämpft derzeit an zwei völlig unterschiedlichen Fronten. Während die kriselnde Stahlsparte in Brüssel lautstark um Schutzmaßnahmen vor billigen Importen ringt, rückt eine alte Bekannte wieder in den Mittelpunkt: Die ehemalige Aufzugstochter TK Elevator könnte dem Essener Unternehmen bald frisches Kapital in die Kassen spülen.
Milliardenbewertung im Raum
Die Finanzinvestoren Advent und Cinven prüfen für den Aufzughersteller TK Elevator derzeit verschiedene Ausstiegsszenarien. Im Raum steht eine ehrgeizige Gesamtbewertung von bis zu 25 Milliarden Euro. Neben einem Börsengang in der zweiten Jahreshälfte rückt zunehmend ein Verkauf an den finnischen Konkurrenten Kone in den Fokus.
Wegen der jüngsten Schwankungen an den Aktienmärkten zeigen sich die Eigentümer informierten Kreisen zufolge offener für eine direkte Übernahme, auch wenn diese kartellrechtliche Hürden mit sich bringen dürfte. Für Thyssenkrupp ist diese Entwicklung hochrelevant, da der Konzern seit dem Verkauf im Jahr 2020 weiterhin eine Minderheitsbeteiligung hält. Ein lukrativer Exit würde die Bilanz der Essener spürbar entlasten.
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Warnruf aus der Stahlsparte
Abseits der Aufzugsfantasien verdunkeln sich die Wolken über dem Kerngeschäft. Die Tochter Thyssenkrupp Steel Europe warnt eindringlich vor dem Verlust von rund 1.200 Arbeitsplätzen, sollte die EU-Kommission die heimische Produktion von Elektrostahl nicht rasch vor ausländischen Überkapazitäten schützen. Das Material gilt als unverzichtbar für den Ausbau der Stromnetze.
Diese fundamentale Schwäche des Konzerns spiegelt sich auch im Chartbild wider. Erst zu Wochenbeginn markierte das Papier bei 7,15 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Mit einem aktuellen Kurs von 7,75 Euro hat die Aktie zwar eine leichte Gegenbewegung eingeleitet, notiert aber weiterhin deutlich unter ihren gleitenden Durchschnitten.
Zwei anstehende Termine dürften die weitere Richtung für den Industriekonzern maßgeblich vorgeben:
- 12. Mai 2026: Veröffentlichung des Halbjahresberichts
- 1. Juli 2026: Angestrebtes Inkrafttreten der neuen EU-Schutzzölle auf Stahlimporte
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