Thyssenkrupp Aktie: Rückenwind

Thyssenkrupp schließt langfristige Stromverträge für grünen Stahl und rückt im milliardenschweren Kanada-U-Boot-Projekt vor. Analysten passen ihre Bewertungen an.

Kurz zusammengefasst:
  • Langfristige Grünstrom-Verträge für Stahlsparte abgeschlossen
  • Kanada-U-Boot-Projekt mit TKMS vor entscheidender Phase
  • Analyst Jefferies hebt Kursziel auf 12,50 Euro an
  • Aktie notiert mit deutlichem Plus über 17 Prozent

Thyssenkrupp liefert gleich auf zwei Baustellen neue Argumente: Die Stahlsparte meldet konkrete Fortschritte bei der Versorgung mit Grünstrom, und bei der Marinesparte rückt ein milliardenschweres Kanada-Projekt wieder stärker ins Rampenlicht. Kann ausgerechnet die Kombination aus Dekarbonisierung und Rüstungsfantasie den jüngsten Lauf der Aktie weiter stützen?

Heute notiert das Papier bei 11,24 Euro und liegt damit 1,81% im Plus. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Zuwachs von 17,16% zu Buche.

Thyssenkrupp

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Grünstrom-Paket für die Stahlsparte

Im Zentrum der heutigen Meldung steht ein umfangreiches Paket zur Absicherung erneuerbarer Energien bei Thyssenkrupp Steel. Das Unternehmen hat vier langfristige Stromabnahmeverträge (PPAs) mit einem Gesamtvolumen von rund 230 GWh pro Jahr bekannt gegeben.

Ein Kernbaustein ist die Kooperation mit Sunnic Lighthouse (Tochter der ENERPARC AG). Dieser Vertrag umfasst 67 MW Solarstrom pro Jahr aus neun deutschen Solarparks. Weitere Partner der PPA-Offensive sind Quadra Energy, Statkraft und Centrica Energy.

Der Zweck ist klar umrissen: Der CO₂-Fußabdruck der Tochtergesellschaften Thyssenkrupp Rasselstein, Thyssenkrupp Precision Steel und Thyssenkrupp Electrical Steel soll sinken. Thyssenkrupp beziffert die erwartete Einsparung auf über 70.000 Tonnen CO₂ pro Jahr. Bei Rasselstein soll der Anteil erneuerbarer Energien am Strombedarf künftig bei mindestens 30% liegen.

Kanada-Tender: Politische Signale bei TKMS

Parallel dazu richtet sich der Blick auf Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS). Hintergrund ist das „Canadian Patrol Submarine Project (CPSP)“, ein Rüstungsprojekt mit einem geschätzten Volumen von bis zu 41 Milliarden US-Dollar.

Für morgen (Freitag, 06. Februar 2026) ist ein hochrangiges Treffen zwischen dem südkoreanischen Präsidialamtschef Kang Hoon-sik und Kanadas Beschaffungschef Stephen Fuhr angesetzt. Kanada plant die Beschaffung von bis zu zwölf neuen U-Booten. TKMS tritt dabei gegen Hanwha Ocean und HD Hyundai Heavy Industries an. Die finalen Angebote werden für März 2026 erwartet – die Phase, in der politische Signale und Positionierungen erfahrungsgemäß an Gewicht gewinnen.

Jefferies hebt Kursziel an

Die Nachrichtenlage spiegelt sich auch in der Analystenkommunikation: Jefferies hat heute das Kursziel auf 12,50 Euro angehoben und die Einstufung „Hold“ beibehalten. Bereits gestern hatte Deutsche Bank Research das Kursziel auf 11,00 Euro angepasst.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
Grünstrom-Offensive: 4 PPAs, zusammen rund 230 GWh/Jahr
CO₂-Effekt: laut Unternehmen >70.000 Tonnen Einsparung pro Jahr
TKMS/Kanada: hochrangiges Treffen am 06.02.2026, finale Angebote im März 2026
Analysten: Jefferies 12,50 € (Hold), Deutsche Bank Research 11,00 €

Unterm Strich kommt die Bewegung heute nicht aus einem einzelnen Kurstreiber, sondern aus der Summe zweier konkreter Themen: operative Schritte beim „grünen“ Strom für Stahl und ein enger werdender Zeitplan beim Kanada-U-Boot-Projekt. Der nächste feste Termin ist dabei bereits gesetzt: Morgen steht das politische Treffen im CPSP-Umfeld an, während die finalen Offerten im März 2026 erwartet werden.

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