Die Stahlsparte könnte bald einen neuen Eigentümer bekommen. Berichten zufolge intensiviert der indische Konzern Jindal Steel seine Verhandlungen über einen Einstieg bei „Steel Europe“. Für Thyssenkrupp wäre das eine fundamentale Weichenstellung – die Börse reagiert bereits.
Die wichtigsten Fakten:
– Aktie sprang am Freitag um 4,81 Prozent auf 9,72 Euro
– Jindal Steel gilt als Favorit für Übernahme der Stahlsparte
– Widerstandsmarke bei 10 Euro rückt in greifbare Nähe
– Jahresperformance: Plus 143 Prozent
Verkauf als Befreiungsschlag
Die Verhandlungen mit Jindal Steel haben sich über die vergangenen Monate hingezogen. Bereits im September 2025 hatte der indische Stahlkonzern ein unverbindliches Angebot vorgelegt. Nun verdichten sich die Hinweise, dass eine konkrete Transaktionsstruktur Gestalt annimmt.
Ein Verkauf der defizitären Stahlsparte würde die Bilanz des Essener Konzerns spürbar entlasten. Thyssenkrupp könnte sich endgültig vom zyklischen Stahlgeschäft lösen und als fokussierter Industrie-Dienstleister neu positionieren. Das hohe Handelsvolumen zum Wochenausklang deutet darauf hin, dass institutionelle Investoren genau dieses Szenario einpreisen.
Konzernumbau zeigt Wirkung
Die positive Stimmung speist sich nicht allein aus den Jindal-Spekulationen. Die im vergangenen Jahr vollzogene Verselbstständigung der Marinesparte TKMS stabilisiert sich. Zusätzlich meldete die Verteidigungstochter am Wochenende Fortschritte bei der Kooperation mit dem kanadischen Partner Marmen.
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Diese Entwicklungen stärken das Vertrauen in die Restrukturierungsfähigkeit des Managements. Die Strategie „Group of Companies“ – die Aufspaltung in eigenständige Einheiten – nimmt konkrete Formen an.
Charttechnisch vor Weichenstellung
Die Aktie notiert knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 10 Euro. Diese Schwelle fungierte in der Vergangenheit als hartnäckiger Widerstand. Ein Ausbruch darüber – getrieben durch eine offizielle Bestätigung des Jindal-Deals – könnte weiteres Aufwärtspotenzial freisetzen. Die Deutsche Bank hatte ihr Kursziel im Oktober auf 11,50 Euro angehoben.
Sollten die Verhandlungen hingegen scheitern oder sich verzögern, dürfte die Aktie rasch wieder in Richtung 9 Euro zurückfallen. Die nächsten Tage werden zeigen, ob das Management belastbare Details zum Verhandlungsstand liefert.
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