Thyssenkrupp Aktie: Zerbrechliche Stabilität!

Thyssenkrupp schüttet trotz erwarteter Jahresverluste Dividenden aus. Die Hauptversammlung kritisierte diese Strategie, während der Verkauf der Stahlsparte an Jindal Steel weiter im Geheimen verhandelt wird.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktionäre stimmen umstrittener Ausschüttung zu
  • Stahlverkauf an Jindal Steel unter strenger Geheimhaltung
  • Massiver Stellenabbau in der Stahlsparte geplant
  • Quartalszahlen am 12. Februar als nächster Prüfstein

Thyssenkrupp verteilt Gewinne an die Aktionäre, obwohl für das laufende Geschäftsjahr rote Zahlen prognostiziert werden. Diese Diskrepanz sorgte auf der jüngsten Hauptversammlung für deutliche Kritik, während sich der Vorstand bezüglich des geplanten Stahl-Verkaufs weiterhin bedeckt hält. Nun richtet sich der Fokus auf den 12. Februar: Liefern die Quartalszahlen die nötige Rechtfertigung für diesen strategischen Spagat?

  • Dividende: Hauptversammlung stimmt Ausschüttung trotz Verlustprognose zu.
  • Stahlsparte: Verhandlungen mit Jindal Steel laufen unter strenger Vertraulichkeit.
  • Termin: Q1-Zahlen am 12. Februar geben Einblick in die Restrukturierungskosten.

Dividende trifft auf Verlustangst

Nach der Hauptversammlung am 30. Januar 2026 in Bochum ist die Richtung vorerst klar: Die Anteilseigner folgten dem Vorschlag der Verwaltung und segneten die Dividende ab. Mit dem gestrigen Ex-Dividenden-Tag (2. Februar) wurde der Abschlag bereits im Kurs von 11,13 Euro verarbeitet; die Auszahlung erfolgt am 5. Februar.

Thyssenkrupp

DE0007500001
-
Heute: -
7 Tage: -

Doch die Stimmung unter den Eigentümern ist keineswegs euphorisch. Sowohl Aktionärs- als auch Arbeitnehmervertreter kritisierten die Ausschüttungspolitik scharf. Der Grund liegt in der Prognose: Für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 erwartet der Konzern einen Nettoverlust. Dass in einer solchen Phase Liquidität abfließt, stößt auf Unverständnis. Dennoch honoriert der Markt die Entwicklung der letzten zwölf Monate mit einem beeindruckenden Plus von über 146 Prozent, auch wenn die Aktie aktuell rund 16 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch notiert.

Das Schweigen um Jindal Steel

Der eigentliche Hebel für die zukünftige Bewertung liegt jedoch in der Stahlsparte. Im Zentrum der Debatten stehen die Verhandlungen mit dem indischen Wettbewerber Jindal Steel International. Anleger hoffen auf einen Befreiungsschlag durch den Verkauf, doch der Vorstand verweigerte auf der Hauptversammlung unter Verweis auf die Vertraulichkeit jegliche Details zum Stand der Gespräche.

Die Sorge der Aktionärsvertreter ist konkret: Ein Verkauf unter Wert muss verhindert werden. Unterstützung für die Position von Thyssenkrupp könnte von unerwarteter Seite kommen – mögliche EU-Schutzmaßnahmen gegen Stahlimporte könnten die Verhandlungsposition der Duisburger stärken.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Thyssenkrupp?

Parallel dazu läuft der radikale Umbau bereits an. Die am 1. Dezember 2025 unterzeichnete Einigung mit der IG Metall sieht vor, die Kapazitäten auf unter 9 Millionen Tonnen zu senken. Dies geht mit einem massiven Abbau oder der Ausgliederung von rund 11.000 Stellen bis 2030 einher. Diese Restrukturierungskosten sind der Haupttreiber für die erwarteten Verluste im laufenden Jahr.

Warten auf die Zahlen

Während das abgelaufene Geschäftsjahr 2024/2025 dank der Marinesparte noch profitabel abgeschlossen wurde, wird die Luft nun dünner. Der für das laufende Jahr prognostizierte negative Free Cashflow vor M&A belastet die fundamentale Einschätzung.

Am 12. Februar 2026 wird es konkret. Wenn Thyssenkrupp den Zwischenbericht für das erste Quartal vorlegt, müssen die Zahlen beweisen, dass die Transformation greift. Bis dahin bleibt die Aktie ein Spielball der Spekulationen rund um den Stahl-Deal, wobei der RSI von 68,2 bereits auf eine recht ambitionierte Bewertung hindeutet. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird sein, ob der Vorstand bei der Vorlage der Quartalszahlen endlich konkrete Fortschritte bei den Verkaufsverhandlungen vermelden kann.

Thyssenkrupp-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Thyssenkrupp-Analyse vom 3. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Thyssenkrupp-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Thyssenkrupp-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Thyssenkrupp: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Hebelprodukte konnten nicht geladen werden.

Weitere Artikel zu Thyssenkrupp

Neueste News

Alle News

Thyssenkrupp Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten