Thyssenkrupp: Barclays senkt Ziel auf 9,00 Euro
Barclays senkt das Kursziel für Thyssenkrupp, während die schwächelnde Wasserstoff-Tochter Nucera zusätzlichen Druck auf die Aktie ausübt. Der Konzernumbau verläuft aus Sicht der Analysten zu langsam.

Kurz zusammengefasst
- Barclays reduziert Kursziel auf 9,00 Euro
- Wasserstoff-Tochter Nucera verliert deutlich an Wert
- Aktie rutscht in überverkaufte Region
- Investoren warten auf Fortschritte bei Stahl-Ausgliederung
Starke Nachfrage bei der Konkurrenz, Skepsis im eigenen Haus. Bei Thyssenkrupp klaffen Anspruch und Realität derzeit weit auseinander. Ein Analystenkommentar und die schwächelnde Wasserstoff-Tochter Nucera setzen den Industriekonzern zur Wochenmitte spürbar unter Druck.
Barclays senkt das Kursziel
Die britische Investmentbank Barclays gießt Wasser in den Wein. Der zuständige Analyst reduzierte das Kursziel für Thyssenkrupp von 9,50 auf 9,00 Euro. Er beließ die Einstufung auf „Underweight“. Die Experten zweifeln am Tempo des Konzernumbaus. Institutionelle Investoren warten dringend auf Fortschritte. Das betrifft vor allem die Ausgliederung der Stahlsparte Steel Europe. Auch die Neuausrichtung von Marine Systems zieht sich hin. Die Bank befürchtet, dass der Markt die Werte der Sparten erst später realisiert.
Schwache Tochter zieht die Aktie nach unten
Zusätzlicher Gegenwind kommt von Thyssenkrupp Nucera. Der Elektrolyse-Spezialist rutschte am Mittwoch unter seine 100-Tage-Linie. Da der Mutterkonzern die Mehrheit an Nucera hält, drückt dieser Wertverlust direkt auf die eigene Bilanz. Die Folge: Die Thyssenkrupp-Aktie gab um rund ein Prozent auf 8,82 Euro nach. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 31 aktuell eine überverkaufte Lage.
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Salzgitter glänzt, Brunei-Auftrag verpufft
Der Blick auf die Konkurrenz verschärft die Situation. Der Wettbewerber Salzgitter hob nach einem starken Quartal seine Jahresprognose an. Thyssenkrupp meldete parallel dazu zwar einen Erfolg im Anlagenbau. Die Tochter Uhde baut eine Ammoniakanlage für Brunei Fertilizer Industries aus. Dieser Großauftrag beweist die Kompetenz bei der grünen Transformation. Er konnte die miese Stimmung am Markt jedoch nicht drehen. Die strukturellen Sorgen rund um das Stahlgeschäft wiegen schwerer.
Blick auf den Halbjahresbericht
Am 12. Mai 2026 legt Thyssenkrupp den Halbjahresbericht vor. Bis dahin gilt eine Schweigeperiode für das Management. Investoren erhoffen sich von den Zahlen konkrete Details zu möglichen Partnern für die Stahlsparte. Solange diese Klarheit fehlt, orientiert sich der Markt an technischen Signalen und Analystenstudien.
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