Thyssenkrupp: López lehnt 1.000-Euro-Prämie ab
Thyssenkrupp-Chef López lehnt staatliche Stromprämie ab, während der Konzern Stahl- und Aufzugssparte umbaut.

Kurz zusammengefasst
- Kritik an geplanter Energie-Prämie
- Gespräche über Stahlsparten-Verkauf
- Prüfung von Börsengang für Aufzüge
- Rüstungssparte mit vollen Auftragsbüchern
Thyssenkrupp-Chef Miguel López teilt gegen die Bundesregierung aus. Eine geplante staatliche Energie-Prämie lehnt er als undurchdacht ab. Parallel dazu hüllt sich der Essener Industriekonzern gegenüber dem Kapitalmarkt in Schweigen. Die sogenannte „Quiet Period“ vor den Halbjahreszahlen hat begonnen.
Absage an Subventionen
López bezeichnete die in Aussicht gestellte Zahlung von 1.000 Euro zur Abfederung der Strompreise als wenig hilfreich. Der Fokus des Managements liege auf der strukturellen Transformation, nicht auf kurzfristigen Subventionen. Das dürfte spannend werden, wenn die politischen Debatten um Industriestrompreise in den kommenden Wochen an Fahrt aufnehmen.
Im Hintergrund laufen derweil die Vorbereitungen für weitreichende Portfolio-Anpassungen. Das Unternehmen führt Gespräche mit dem indischen Konkurrenten Jindal Steel über einen Teilverkauf der traditionellen Stahlsparte. Thyssenkrupp plant, künftig nur noch eine Minderheitsbeteiligung an dem zyklischen Geschäft zu halten. Hinzu kommt eine Prüfung für die Aufzugssparte TK Elevator. Ein Börsengang der verbliebenen Anteile in der zweiten Jahreshälfte 2026 steht im Raum.
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Lichtblick in der Rüstung
Während das Stahlgeschäft unter hohen Energiekosten leidet, liefert die Rüstungstochter Marine Systems stabile Perspektiven. Die Auftragsbücher für den Über- und Unterwasserschiffbau sind voraussichtlich bis mindestens 2030 gefüllt. Seit der Übernahme des Wismarer Standorts der MV Werften baut die Sparte ihre Kapazitäten kontinuierlich aus. Das Segment etabliert sich zunehmend als operativer Anker des Konzerns.
An der Börse spiegelt sich der laufende Umbau bisher nicht in Kursgewinnen wider. Die Aktie beendete die Handelswoche bei 8,82 Euro und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von knapp neun Prozent. Mit einem RSI-Wert nahe der überverkauften Zone zeigt sich die aktuelle Zurückhaltung der Investoren.
Neue fundamentale Impulse lassen noch etwas auf sich warten. Die Kommunikationssperre endet am 11. Mai. Einen Tag später präsentiert der Vorstand den Zwischenbericht für das erste Geschäftshalbjahr.
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