Thyssenkrupp Marine: 20,6 Milliarden Rekordaufträge
TKMS meldet Rekordaufträge von 20,6 Milliarden Euro und steigert Umsatz und Ergebnis. Konzernmutter Thyssenkrupp kämpft weiter mit Restrukturierung.
Kurz zusammengefasst
- Auftragsbestand erreicht 20,6 Milliarden Euro
- Umsatz steigt um zehn Prozent
- Operatives Ergebnis wächst um 14 Prozent
- TKMS-Aktie legt um 2,4 Prozent zu
Starke Zahlen aus Kiel, schwieriger Kontext im Konzern: Thyssenkrupp Marine Systems hat am Montag einen Rekordauftragsbestand von 20,6 Milliarden Euro gemeldet — und das einen Tag vor der Vorlage des Konzern-Halbjahresberichts.
Umsatz und Ergebnis legen zu
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/2026 steigerte TKMS den Umsatz um zehn Prozent auf 1,17 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte um 14 Prozent auf 60 Millionen Euro. Die operative Marge lag bei 5,1 Prozent. Intern peilt das Unternehmen für das zweite Halbjahr eine Marge von über sechs Prozent an.
CEO Oliver Burkhard betonte, der aktuelle Auftragsbestand laste die Werftstandorte über Jahre aus. Internationale Partnerschaften prüfe man weiterhin. Die steigende globale Nachfrage nach maritimen Verteidigungslösungen treibt das Geschäft.
Konzernkontext bleibt komplex
Thyssenkrupp hält seit dem Börsengang von TKMS im Oktober 2025 einen Mehrheitsanteil von 51 Prozent. Die starken Marinezahlen überdecken teilweise die Schwierigkeiten anderswo — vor allem die laufende Restrukturierung der Stahlsparte.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Thyssenkrupp?
Hinzu kommt Gegenwind von der Arbeitnehmerseite. Die IG Metall erneuerte am Sonntag ihre Kritik am Managementkurs. Der Vorwurf: Die Verselbstständigung einzelner Sparten gefährde die Mitbestimmungsrechte der Beschäftigten.
An der Börse reagierte die TKMS-Aktie mit einem Plus von rund 2,4 Prozent auf die Vorab-Meldungen. Die Muttergesellschaft Thyssenkrupp verlor hingegen heute 5,5 Prozent auf 10,21 Euro — obwohl die Aktie in den vergangenen 30 Tagen knapp 20 Prozent zugelegt hatte.
Morgen folgt die Konzernbilanz
Am Dienstag, dem 12. Mai, legen Vorstandschef Miguel Ángel López Borrego und Finanzvorstand Axel Hamann den vollständigen Halbjahresbericht vor. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Konzernumsatz von rund 9,52 Milliarden US-Dollar für das abgelaufene Quartal. Besonders im Blick: der Ausblick auf das Gesamtjahr 2026. Der Vorstand hatte zuletzt wegen hoher Restrukturierungskosten einen Nettoverlust in Aussicht gestellt — trotz der Rekordwerte im Marinegeschäft.
Thyssenkrupp-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Thyssenkrupp-Analyse vom 11. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Thyssenkrupp-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Thyssenkrupp-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Thyssenkrupp: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...