Die Tilray-Aktie gerät nach den jüngsten Geschäftszahlen spürbar unter Druck. Trotz Rekordumsatz reagiert der Markt vor allem auf den hohen GAAP-Verlust und schwächere Wachstumsperspektiven. Die Folge ist ein klarer Abwärtstrend, der Anleger verunsichert.
Deutlicher Rückgang im Kurs
In den vergangenen vier Wochen hat der Titel rund 30 % an Wert verloren. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt das Minus bei etwa 18 %. Damit bleibt die Aktie eines ohnehin volatilen Werts deutlich auf Talfahrt.
Am Freitag fiel der Kurs im Tagesverlauf bis auf 9,36 US-Dollar und schloss bei 9,46 US-Dollar. Gegenüber dem Vortag entspricht das einem Rückgang von 2,6 %, nachdem die Aktie bereits in der vorherigen Sitzung um 1,9 % nachgegeben hatte. Auf Schlusskursbasis bedeutete das am Freitag ein Minus von 3,04 % auf 9,415 US-Dollar.
Auffällig: Das Handelsvolumen lag mit rund 2,64 Millionen Aktien klar unter dem Durchschnitt. Ein solcher Rückgang des Volumens während fallender Kurse kann darauf hindeuten, dass kurzfristig weniger aktive Marktteilnehmer bereit sind, die aktuelle Schwäche aggressiv zu kaufen oder zu verkaufen.
Rekordumsatz, aber hoher Verlust
Auslöser der jüngsten Schwäche war der Bericht zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Tilray meldete zwar einen Rekordumsatz, gleichzeitig fielen zentrale Ergebniskennzahlen schwach aus.
Wichtige Fakten im Überblick:
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- Bereinigtes Ergebnis je Aktie (EPS): Verlust von 0,02 US-Dollar je Aktie, im Rahmen der Analystenerwartungen.
- GAAP-EPS: Verlust von 0,41 US-Dollar je Aktie, deutlich schlechter als die bereinigte Kennzahl.
- Umsatz: 217,51 Millionen US-Dollar, über dem Konsens von rund 211,15 Millionen US-Dollar.
- Netto-Marge: -251,69 %.
- Eigenkapitalrendite (ROE): -6,35 %.
- Nettoergebnis: Quartalsverlust von 43,5 Millionen US-Dollar.
Gerade die Diskrepanz zwischen Rekordumsatz und hohem GAAP-Verlust sorgt für Unruhe. Die sehr negative Netto-Marge zeigt, dass die Profitabilität weiterhin weit von einem nachhaltigen Niveau entfernt ist, auch wenn die Erlöse steigen.
Analysten werden skeptischer
Die schwachen Ergebniskennzahlen haben zu spürbarer Zurückhaltung auf Analystenseite geführt. Zacks Research stufte die Aktie jüngst von „Hold“ auf „Strong Sell“ ab. Insgesamt ergibt sich daraus ein Konsensrating „Reduce“.
Ein weiterer Belastungsfaktor ist der im Branchenvergleich schwächere Wachstumsausblick. Analysten rechnen für Tilray in den kommenden drei Jahren mit einem durchschnittlichen Umsatzplus von 4,7 % pro Jahr. Für die breitere Pharmabranche werden im gleichen Zeitraum rund 32 % jährliches Wachstum erwartet.
Diese deutliche Lücke beim erwarteten Wachstum drückt auf das Verhältnis von Börsenwert zu Umsatz (Price-to-Sales-Ratio) und erklärt, warum die Bewertung im Vergleich zum Sektor gedämpft bleibt.
Ausblick: Fokus auf Profitabilität
Für die nächsten Quartale wird entscheidend sein, ob Tilray aus dem Umsatzwachstum spürbare Fortschritte bei Marge und Ergebnis ableiten kann. Ohne eine klare Verbesserung der Profitabilität dürfte es schwer werden, das aktuelle Misstrauen am Markt zu überwinden und den Abwärtstrend nachhaltig zu stoppen.
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