Tilray hat das Börsenjahr 2025 ruhig beendet. Nach dem Reverse Split im Dezember und einer insgesamt schwankungsanfälligen Branche tritt die Aktie zum Jahreswechsel weitgehend auf der Stelle. Im Mittelpunkt steht nun der anstehende Quartalsbericht in der kommenden Woche – liefert dieser den nächsten Impuls?
Ruhiger Jahresultimo nach Reverse Split
Am letzten Handelstag 2025 bewegte sich die Tilray-Aktie nur in einer engen Spanne. Der Kurs eröffnete bei 8,93 US-Dollar, markierte ein Tagestief von 8,84 US-Dollar und ein Hoch von 9,25 US-Dollar. Zum Handelsschluss stand ein Schlusskurs von 9,03 US-Dollar zu Buche, ein geringes Plus von 0,11 Prozent gegenüber dem Vortag.
Die Zone um 9 US-Dollar hat dabei eine gewisse technische Bedeutung. Seit dem am 1. Dezember 2025 umgesetzten 1:10-Reverse-Stock-Split sucht die Aktie nach einem neuen Gleichgewicht. Die Maßnahme hat den Kurs optisch angehoben und damit sichergestellt, dass der Titel nicht im Penny-Stock-Bereich notiert und die Anforderungen der Börsenplätze erfüllt bleiben.
Q2-Zahlen als nächster Kurstreiber
Der nächste konkrete Termin steht bereits fest: Tilray will die Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 am Donnerstag, 8. Januar, nach US-Börsenschluss vorlegen.
Die aktuellen Konsensschätzungen der Analysten sehen dabei Folgendes vor:
- Ergebnis je Aktie (EPS): Verlust zwischen -0,17 und -0,21 US-Dollar
- Umsatz: rund 211 Millionen US-Dollar
Der Bericht gilt als erste größere Wegmarke im neuen Jahr. Anleger achten insbesondere darauf, ob die eingeleiteten Kostensenkungen und die Kapitalsanpassung über den Reverse Split zu einer spürbaren Verbesserung der Bilanzstruktur beitragen. Entscheidend wird sein, ob der Umsatzbereich um 211 Millionen US-Dollar erreicht oder übertroffen wird. Gelingt dies nicht, könnte der im Dezember ausgebildete Kursbereich nach unten wieder unter Druck geraten.
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Auswirkungen des Reverse Splits
Der am 1. Dezember vollzogene Reverse Split im Verhältnis 1:10 hat die Zahl der ausstehenden Aktien von etwa 1,16 Milliarden auf 116 Millionen reduziert. Am Unternehmenswert selbst ändert dieser Schritt nichts, er beeinflusst jedoch die optische Wahrnehmung des Kurses.
Strategisch zielt die Maßnahme darauf ab, institutionelle Investoren anzusprechen, die häufig Titel unter 5 US-Dollar meiden. Dennoch bleibt der übergeordnete Abwärtstrend intakt. Der aktuelle Kurs von 9,03 US-Dollar liegt klar unter dem – um den Split bereinigten – 50-Tage-Durchschnitt, was auf anhaltend zurückhaltende Marktstimmung hinweist.
Analystenbewertung und Kursmarken
Die jüngsten Einschätzungen aus dem Dezember ergeben im Mittel ein neutrales Bild. Der Konsens für Tilray liegt bei einer „Hold“-Einstufung. Das durchschnittliche Kursziel bewegt sich um 20 US-Dollar und impliziert damit ein deutliches Aufwärtspotenzial, das jedoch ausdrücklich an ein erfolgreiches Erreichen der Ziele für das Geschäftsjahr 2026 geknüpft ist. Kurzfristig rechnen Beobachter mit weiter schwankenden Kursen im Vorfeld der Zahlen.
Charttechnisch rücken zwei Marken in den Fokus der ersten Handelstage 2026:
- Unterstützung: Das Tagestief vom 31. Dezember bei 8,84 US-Dollar gilt als kurzfristige Untergrenze. Ein Bruch dieser Marke würde auf nachlassende Stabilität hindeuten.
- Widerstand: Ein Anstieg über das Tageshoch von 9,25 US-Dollar könnte signalisieren, dass spekulative Anleger vor den Q2-Zahlen Positionen aufbauen.
Mit dem Q2-Bericht in der kommenden Woche steht damit ein klarer Test an: Gelingen Umsatz und Ergebnis im Rahmen der Erwartungen, hätte die Aktie eine Grundlage, den Bereich um 9 US-Dollar zu festigen oder vorsichtig nach oben zu verlassen; Abweichungen dürften hingegen rasch im Kurs sichtbar werden.
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