Tilray Aktie: Kapitaler Crash!

Tilrays Aktie verliert über 21 Prozent vor geplanter Aktienzusammenlegung im Verhältnis 1:10. Der Reverse-Split soll die Nasdaq-Notierung sichern, stößt aber auf massives Anlegermisstrauen.

Kurz zusammengefasst:
  • Kursverlust von über 21 Prozent am Freitag
  • Reverse-Split im Verhältnis 1:10 startet Montag
  • Maßnahme soll Nasdaq-Listing-Regeln erfüllen
  • Marktkapitalisierung fällt unter eine Milliarde Dollar

Schock für Aktionäre kurz vor der entscheidenden Kapitalmaßnahme. Der Konzern bereitet einen Reverse-Split vor, doch die Anleger ergreifen fluchtartig die Hasenpanier. Mit einem massiven Kursrutsch signalisiert der Markt tiefes Misstrauen gegenüber dem Schritt, der eigentlich die Nasdaq-Notierung retten soll. Droht nach der optischen Bereinigung der nächste Abverkauf?

Radikalschnitt am Montag

Der Ausverkauf am Freitag war brutal. Die Papiere stürzten unter enormem Handelsvolumen um über 21 Prozent ab und schlossen bei nur noch 0,81 US-Dollar. Dieser Absturz drückte die Marktkapitalisierung unter die psychologisch wichtige Marke von einer Milliarde auf rund 940 Millionen US-Dollar.

Morgen, Montag, wird es nun ernst. Nach Börsenschluss tritt die bereits im Juni genehmigte Zusammenlegung der Aktien im Verhältnis 1 zu 10 in Kraft. Ab Dienstag, dem 2. Dezember, wird der Titel dann auf der neuen Basis gehandelt. Technisch bedeutet dies eine drastische Reduktion der ausstehenden Aktien von 1,16 Milliarden auf rund 116 Millionen.

Die Fakten zur Umstellung:
* Verhältnis: 1 zu 10 (Zehn alte Aktien werden zu einer neuen).
* Zeitpunkt: Montag nach Börsenschluss (1. Dezember 2025).
* Handelsstart: Dienstagmorgen auf bereinigter Basis.
* Rechnerischer Kurs: Basierend auf dem Freitagsschlusskurs von 0,81 US-Dollar müsste die Aktie theoretisch bei etwa 8,10 US-Dollar eröffnen.

Hinter der Maßnahme steht der nackte Überlebensinstinkt an der Börse. Tilray muss die Nasdaq-Listing-Regel 5550(a)(2) erfüllen, die einen Mindestkurs von 1,00 US-Dollar vorschreibt. Ohne diesen künstlichen Eingriff drohte dem Unternehmen nach der im März erhaltenen Mängelrüge das Delisting.

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Milliardenverlust belastet schwer

Doch kosmetische Kurskorrekturen lösen keine fundamentalen Probleme. Die Bewertung des Unternehmens hat sich im Vergleich zu früheren Hochphasen pulverisiert. Erst im Juli schockte Tilray mit einem Nettoverlust von 1,27 Milliarden US-Dollar für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025. Hauptgrund waren massive, nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf den Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte.

Während das internationale Geschäft, insbesondere in Deutschland, durchaus Dynamik zeigt, bleibt der wichtige US-Cannabismarkt aufgrund regulatorischer Hängepartien ein Sorgenkind. Der Reverse-Split löst zwar das technische Listing-Problem, ändert aber nichts an der Profitabilitätskrise, die den Milliardenverlust im Sommer verursachte.

Anleger müssen sich auf turbulente Tage einstellen („Volatilität voraus!“). Mit dem Absturz unter die 1-Dollar-Marke vor dem Split ist das charttechnische Bild verheert. Die neue, bereinigte Aktie müsste rechnerisch über 8,00 US-Dollar notieren, um nicht sofort wieder unter Bären-Druck zu geraten. Wird der Markt dem „neuen“ Preis vertrauen oder setzen institutionelle Algorithmen den Ausverkauf am Dienstag fort?

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