Tilray startet angeschlagen in das neue Handelsjahr. Nach einem turbulenten Dezember samt Reverse Split und einer gescheiterten Rallye notiert das Papier unter wichtigen charttechnischen Marken. Anleger blicken nun nervös auf die anstehenden Quartalszahlen – können diese den Abwärtstrend stoppen?
Zahlenwerk im Fokus
Am 8. Januar nach Börsenschluss öffnet Tilray die Bücher für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026. Die Erwartungen des Marktes sind klar definiert: Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatz von rund 211 Millionen Dollar und einem Verlust von 0,17 Dollar je Aktie.
Entscheidend für die Kursreaktion dürfte jedoch nicht nur das Erreichen dieser Prognosen sein. Vielmehr muss das Management belegen, dass die „Project 420“-Sparmaßnahmen und die Integration der Craft-Beer-Sparten messbare finanzielle Früchte tragen. Die Performance im Vergleich zu diesen Erwartungen wird die kurzfristige Richtung vorgeben.
Charttechnik mahnt zur Vorsicht
Das technische Bild hat sich zuletzt deutlich eingetrübt. Mit einem aktuellen Kurs von 9,03 Dollar notiert die Aktie signifikant unter zwei entscheidenden Indikatoren:
- 50-Tage-Linie: 10,77 Dollar
- 200-Tage-Linie: 10,32 Dollar
Diese Positionierung unterhalb der gleitenden Durchschnitte bestätigt den bestehenden Abwärtstrend. Für eine spürbare Entspannung müsste der Kurs die psychologisch wichtige Marke von 10,00 Dollar zurückerobern. Nach unten dient das jüngste Tief bei 8,84 Dollar als erste Unterstützung, während bei 9,25 Dollar bereits der nächste Widerstand wartet.
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Volatilität und regulatorische Hoffnungen
Der vergangene Dezember verlangte Aktionären starke Nerven ab. Nach dem 1-für-10 Reverse Split am 1. Dezember sorgte kurzzeitig die Hoffnung auf eine beschleunigte Cannabis-Neueinstufung unter US-Präsident Trump für Kursfantasie. Die Aktie sprang zeitweise um über 27 Prozent an.
Doch dieser Anstieg erwies sich als nicht nachhaltig und wurde zügig wieder abverkauft. Dies ist ein klares Signal, dass regulatorische Hoffnungen allein die Anleger nicht mehr zufriedenstellen. Auch die Analysten bleiben vorerst abwartend: Der Konsens lautet „Hold“, wobei das durchschnittliche Kursziel von 20,00 Dollar zwar Potenzial suggeriert, dieses aber an die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensziele für 2026 geknüpft ist.
Steuerreform als Schlüsselfaktor
Für die weitere Kursentwicklung ist der kommende Quartalsbericht am 8. Januar ausschlaggebend. Neben den operativen Zahlen bleibt der politische Rahmen der wichtigste Variable für 2026: Sollte die Steuerklausel „Section 280E“ fallen und die Umstufung von Cannabis voranschreiten, könnte sich das Geschäftsmodell von Geldverbrennung zu Cashflow-Generierung wandeln. Ohne diese Impulse bleibt die Aktie vorerst im charttechnischen Klammergriff.
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