Tilray Brands präsentierte für das zweite Quartal Umsatzzahlen, die über den Erwartungen lagen, und verzeichnete starkes Wachstum im internationalen Cannabis-Geschäft. Dennoch trübt sich die Stimmung bei Experten ein. Ein führender Analyst reagierte mit einer drastischen Senkung des Kursziels und rückt damit die anhaltenden Probleme in der Alkoholsparte in den Fokus.
Analyst zieht die Reißleine
Für Aufsehen an den Märkten sorgte die neue Einschätzung von Roth Capital Markets. Analyst Bill Kirk bestätigte zwar sein „Neutral“-Rating für das Papier, korrigierte das Kursziel jedoch massiv von 20,00 auf 10,00 US-Dollar nach unten. Dieser Schritt signalisiert eine deutlich skeptischere Bewertung der Substanz, obwohl das Unternehmen in spezifischen Segmenten wächst.
Die Anpassung erfolgt paradoxerweise direkt nach einem Umsatzsprung, der die Prognosen der Wall Street schlug. Diese Diskrepanz verdeutlicht, dass bloßes Umsatzwachstum allein nicht mehr ausreicht, um die Bedenken hinsichtlich der Bewertung und der Profitabilität bestimmter Sparten auszuräumen.
Licht und Schatten in der Bilanz
Der Blick in die Bücher des zweiten Quartals 2026 offenbart eine gespaltene operative Entwicklung. Der Nettoumsatz kletterte auf 217,5 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung von 210,9 Millionen deutlich. Das bereinigte EBITDA lag bei 8,4 Millionen US-Dollar.
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Verantwortlich für das Wachstum waren primär drei Bereiche:
* Internationales Cannabis: Ein Plus von 36 Prozent auf 20,2 Millionen US-Dollar.
* Kanadisches Cannabis: Ein Anstieg um 6 Prozent auf 62,4 Millionen US-Dollar.
* Distribution: Ein Zuwachs von 26 Prozent auf 85,3 Millionen US-Dollar.
Diesen Erfolgen steht jedoch ein Einbruch im Getränkesektor gegenüber. Die Alkoholsparte verzeichnete einen Umsatzrückgang von 20,6 Prozent auf 50,1 Millionen US-Dollar. Parallel dazu verschlechterte sich die Bruttomarge des Konzerns um 260 Basispunkte auf 26,4 Prozent, was den Druck auf die Ertragskraft unterstreicht.
Ausblick bestätigt
Das Management hält trotz der gemischten Signale an seiner Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest. Ziel bleibt ein bereinigtes EBITDA zwischen 62 und 72 Millionen US-Dollar, was eine Verbesserung gegenüber den rund 55 Millionen des Vorjahres darstellen würde. Der Gesamtumsatz soll bei 870,8 Millionen US-Dollar landen. An der Börse reagierten Anleger verhalten: Auf Tradegate notierte die Aktie zuletzt bei 7,95 Euro leicht im Minus, während der US-Schlusskurs bei 9,45 US-Dollar lag. Die massive Kurszielsenkung durch Roth Capital definiert nun die neue Fallhöhe für die Bewertung der Aktie.
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