Die Cannabis-Aktie erlebt einen dramatischen Einbruch. Nach der Bestätigung einer strukturellen Veränderung sackte der Kurs um über 20 Prozent ab. Die Anleger flüchten vor dem angekündigten Reverse Split.
Am Freitag stand Tilray unter massivem Verkaufsdruck. Der Titel schloss mit einem Minus von etwa 21 Prozent bei rund 0,81 Dollar. Der Absturz erfolgte zeitgleich mit der Bekanntgabe konkreter Pläne für eine Aktienkonsolidierung ab Dezember.
Reverse Split sorgt für Panik
Der Hauptauslöser der aktuellen Volatilität ist die geplante Aktienkonsolidierung im Verhältnis 1:10. Das Tilray-Management hat die Details dieser Maßnahme finalisiert, die nach Handelsschluss am Montag, 1. Dezember 2025, wirksam wird.
Ab Dienstag, 2. Dezember 2025, werden die Tilray-Aktien auf Split-bereinigter Basis gehandelt. Diese Konsolidierung erhöht rechnerisch den Aktienkurs und reduziert proportional die Anzahl der gehaltenen Aktien. Die Marktreaktion zeigt deutlich: Investoren steigen derzeit vor dieser technischen Anpassung aus.
Die harten Fakten zum Reverse Split
- Verhältnis: 1:10 (zehn alte Aktien werden zu einer neuen)
- Aktienanzahl: Rückgang von etwa 1,16 Milliarden auf rund 116 Millionen ausstehende Aktien
- Handelsbeginn: Dienstag, 2. Dezember 2025
- Strategisches Ziel: Jährliche Kosteneinsparungen von bis zu 1 Million Dollar und Anziehung institutioneller Investoren
Das Unternehmen will gezielt institutionelle Anleger ansprechen, die „Penny Stocks“ meiden.
Handelsvolumen explodiert
Der Ausverkauf ging mit außergewöhnlich hoher Handelsaktivität einher. Das Handelsvolumen schnellte auf etwa 98,4 Millionen Aktien hoch – fast das Doppelte des durchschnittlichen täglichen Volumens.
Die Marktkapitalisierung steht nach dem Rückgang bei etwa 925 Millionen Dollar. Damit erweitern sich die Jahresverluste 2025 auf fast 44 Prozent. Der Titel notiert derzeit rund 61 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 2,10 Dollar aus dem Oktober.
Technische Anpassung setzt neue Basislinie
Der Markt preist derzeit die Reibungsverluste des Reverse Splits ein. Während das Unternehmen Kosteneinsparungen und einen attraktiveren Aktienkurs für Institutionen erwartet, herrscht kurzfristig negative Stimmung vor.
Bruchteile von Aktien werden bar ausgeglichen – ein Prozess, der oft zusätzlichen Verkaufsdruck von Retail-Konten erzeugt. Die technische Anpassung am 2. Dezember wird eine neue Preisbasis schaffen. Basierend auf den aktuellen Schlusskursen wird der Kurs voraussichtlich bei etwa 8 Dollar liegen.
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