Tilray Aktie: Unerwartete Rückschläge?

Die Tilray-Aktie setzt ihren Abwärtstrend fort, belastet durch schwache Quartalszahlen und anhaltende Profitabilitätssorgen. Ein neuer Lizenzvertrag mit Carlsberg konnte den Druck bislang nicht stoppen.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie notiert deutlich unter wichtigen Durchschnitten
  • Quartalsverlust übertrifft Analystenerwartungen
  • Exklusivvertrag mit Carlsberg ab 2027
  • Analystenmeinung bleibt überwiegend neutral

Tilray kommt nicht aus der Abwärtsspirale. Trotz eines strategisch wichtigen Brau-Deals mit Carlsberg bleibt der Blick der Anleger auf ein Thema fixiert: die anhaltenden Sorgen um die Profitabilität. Genau das spiegelt sich auch im Kurs wider.

Kursbild bleibt schwach

Gestern setzte die Aktie ihre Verlustserie fort und schloss laut MarketBeat 2,58% tiefer bei 7,55 US-Dollar. Im Tagesverlauf rutschte der Titel bis auf 7,44 US-Dollar ab, bei rund 2,9 Millionen gehandelten Aktien. Zwar gab auch der Gesamtmarkt nach (Nasdaq Composite -1,13%, Dow Jones -1,66%), Tilray blieb jedoch hinter beiden Indizes zurück.

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Technisch wirkt das Bild weiter angeschlagen: Der Kurs notiert deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 8,95 US-Dollar und auch klar unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 11,12 US-Dollar. Außerdem liegt die Aktie laut Quelle rund 67% unter ihrem 52‑Wochen-Hoch.

Q2-Zahlen: Umsatz ok, Ergebnis belastet

Ein Teil des Drucks lässt sich auf den Quartalsbericht zum zweiten Geschäftsquartal 2026 zurückführen, den Tilray am 8. Januar vorgelegt hatte. Auf GAAP-Basis meldete das Unternehmen einen Verlust je Aktie von 0,41 US-Dollar. MarketBeat stellte dem eine Konsensschätzung von 0,14 US-Dollar Verlust gegenüber. Beim Umsatz gab es dagegen einen kleinen Lichtblick: 217,5 Mio. US-Dollar lagen leicht über den erwarteten 211,15 Mio. US-Dollar.

Tilray verwies in der eigenen Mitteilung darauf, dass das GAAP-Ergebnis durch hohe, nicht zahlungswirksame Effekte verzerrt sei. Auf bereinigter (Non-GAAP-)Basis verbesserte sich der Verlust je Aktie auf 0,02 US-Dollar, nach 0,03 US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Ohne nicht zahlungswirksame Ertragsteuer-Effekte hätte das bereinigte Ergebnis je Aktie bei +0,01 US-Dollar gelegen. Zudem wies Tilray darauf hin, dass der 1:10-Reverse-Split vom 2. Dezember 2025 die EPS-Werte stark beeinflusst und in aktuellen wie auch Vorjahreszahlen berücksichtigt wurde.

Belastend bleiben laut MarketBeat zudem Kennzahlen wie eine negative Nettomarge von rund 251,69% sowie eine negative Eigenkapitalrendite (ROE) von 6,35%.

Carlsberg-Deal: Strategisch wichtig, kurzfristig ohne Effekt

Am 18. Februar kündigte Tilray eine exklusive, mehrjährige Lizenzvereinbarung mit der Carlsberg Group an. Ab dem 1. Januar 2027 will Tilray Carlsberg- und 1664-/Kronenbourg-Marken (u.a. Carlsberg, Carlsberg Elephant, 1664, Kronenbourg 1664 Blanc) in den USA über alle Vertriebskanäle produzieren, vermarkten, verkaufen und vertreiben.

Der Vertrag läuft zunächst fünf Jahre und verlängert sich automatisch um weitere fünf Jahre, sofern definierte Leistungsziele erreicht werden. Trotzdem konnte die Meldung den Kursrückgang bislang nicht stoppen.

Analysten bleiben vorsichtig – nächster Termin im April

MarketBeat führt für Tilray weiterhin ein Konsensrating „Hold“ (1× Buy, 6× Hold, 1× Sell) mit einem durchschnittlichen Kursziel von 13,33 US-Dollar. Zu den jüngeren Anpassungen zählt unter anderem Roth MKM, die im Januar das Kursziel von 20 auf 10 US-Dollar senkten und bei „Neutral“ blieben. Zacks stufte am 11. Februar von „Strong Sell“ auf „Hold“ hoch.

Der nächste Quartalsbericht wird laut MarketBeat für den 14. April erwartet. Dann dürfte besonders im Fokus stehen, ob Tilray weitere operative Fortschritte zeigt und die bestätigte Prognose für das bereinigte EBITDA im Gesamtjahr von 62 bis 72 Mio. US-Dollar untermauern kann.

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