Tilray Aktie: Vergebliches Warten?

Der Cannabis-Konzern Tilray meldet Rekorderlöse, doch deutlich höhere Verluste pro Aktie und eine schwächelnde Getränkesparte belasten die Aktie. Analysten reagieren mit Kurszielsenkungen.

Kurz zusammengefasst:
  • Umsatz steigt auf Rekordwert von 217,5 Mio. Dollar
  • Verlust pro Aktie deutlich über Analystenerwartungen
  • Getränkesparte verzeichnet starken Umsatzrückgang
  • Analyst halbiert Kursziel auf 10,00 Dollar

Paradoxe Situation beim Cannabis-Konzern: Obwohl Tilray kürzlich neue Umsatzrekorde meldete, steht die Aktie unter massivem Abgabedruck. Während das internationale Geschäft floriert, sorgen enttäuschende Gewinndaten und eine schwächelnde Getränkesparte für Ernüchterung bei den Anlegern. Die Diskrepanz zwischen operativen Lichtblicken und der harschen Marktreaktion drückt den Kurs in die Nähe des Jahrestiefs.

Wachstum trifft auf rote Zahlen

Der Kursrutsch setzt sich ungebremst fort: Gestern schloss die Aktie bei 8,75 Dollar, ein Tagesverlust von knapp 7,5 Prozent. Auf Monatssicht hat das Papier damit über 21 Prozent an Wert eingebüßt. Dabei sahen die am 8. Januar gemeldeten Zahlen für das zweite Geschäftsquartal zunächst vielversprechend aus. Der Umsatz kletterte auf den Rekordwert von 217,5 Millionen Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Besonders das internationale Geschäft mit medizinischem Cannabis (+36 Prozent) und die Distributionssparte erwiesen sich als Wachstumstreiber.

Tilray

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Doch der Markt straft das Unternehmen für die Ergebnisse unter dem Strich ab. Der Verlust pro Aktie fiel mit 0,41 Dollar deutlich höher aus als die erwarteten 0,14 Dollar. Ein weiterer Belastungsfaktor ist die Getränkesparte, deren Umsatz überraschend um 21 Prozent einbrach. Trotz der Rekorderlöse auf Konzernebene sank der Bruttogewinn um 6 Prozent, was Fragen zur Profitabilität aufwirft.

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Experten bleiben skeptisch

Die finanzielle Basis des Unternehmens hat sich indes stabilisiert. Tilray weist nun eine Netto-Cash-Position von 27,4 Millionen Dollar aus, und der operative Mittelabfluss verringerte sich deutlich. Dennoch reagieren Analysten zurückhaltend auf den Mix aus Rekordumsatz und verfehlten Gewinnzielen.

Roth Capital reagierte prompt und halbierte das Kursziel von 20,00 auf 10,00 Dollar, behielt aber die Einstufung „Neutral“ bei. Analyst Bill Kirk verwies zwar auf das operative Momentum, doch das Gesamtbild bleibt trüb. Aktuell überwiegen die „Hold“-Ratings, was die abwartende Haltung des Marktes widerspiegelt.

Günstige Bewertung und politische Hoffnung

Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 1,22 und einer Marktkapitalisierung von gut einer Milliarde Dollar ist die Aktie im Vergleich zum Pharmasektor mittlerweile günstig bewertet. Für eine nachhaltige Trendwende blicken Investoren nun primär auf die politische Bühne in den USA. Die von Präsident Trump angestoßene Umstufung von Marihuana in eine niedrigere Risikoklasse (Schedule III) könnte dem medizinischen Geschäft von Tilray den entscheidenden Zugang zum US-Markt eröffnen.

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