Tilray Aktie: Wilde Achterbahnfahrt

Die Tilray-Aktie zeigt trotz strategischer Lizenzpartnerschaft mit Carlsberg weiterhin hohe Volatilität. Analysten bleiben zurückhaltend, während das Getränkegeschäft einbricht.

Redaktion Stock-World ·
Tilray Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Exklusive Lizenzvereinbarung mit Carlsberg ab 2027
  • Aktie verzeichnet hohe Schwankungen und Jahresminus
  • Gemischte Quartalszahlen mit Umsatzplus und hohem Verlust
  • Analystenkonsens überwiegend auf Halten eingestellt

Die Tilray Brands Aktie zeigt sich weiterhin nervös. Nachdem die Cannabis- und Getränkegruppe Mitte Februar eine Lizenzpartnerschaft mit Carlsberg verkündet hatte, schwankt der Kurs zwischen Gewinnen und Verlusten. Am Mittwoch, den 25. Februar, verlor die Aktie 1,1 Prozent auf 7,83 Dollar. Das Handelsvolumen lag mit rund 1,72 Millionen Aktien etwa 60 Prozent unter dem Durchschnitt. Zuvor hatte die Aktie am Dienstag noch um 4,9 Prozent zugelegt, nachdem sie am Montag 2,6 Prozent verloren hatte.

Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 13,3 Prozent zu Buche. Die Spanne der vergangenen zwölf Monate reicht von 3,50 bis 23,20 Dollar – ein Beleg für die extremen Schwankungen im Cannabis-Sektor. Die Marktkapitalisierung beträgt derzeit etwa 912 Millionen Dollar.

Carlsberg-Deal als strategischer Baustein

Am 18. Februar gab Tilray eine exklusive mehrjährige Lizenzvereinbarung mit der Carlsberg Group bekannt. Ab dem 1. Januar 2027 darf Tilray die Biermarken Carlsberg, Carlsberg Elephant, 1664 und Kronenbourg 1664 Blanc in den USA produzieren, vermarkten und vertreiben. Die Vereinbarung läuft zunächst fünf Jahre und verlängert sich automatisch um weitere fünf Jahre, sofern bestimmte Leistungskriterien erfüllt werden.

Mit dem Deal untermauert Tilray seine Position als viertgrößter Craft-Beer-Brauer in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen setzt damit seinen Kurs fort, das US-Getränkegeschäft durch starke Markenpartnerschaften auszubauen.

Analysten bleiben zurückhaltend

Das Analystenkonsens lautet „Halten“. Von acht Einschätzungen lauten sechs auf „Halten“, eine auf „Kaufen“ und eine auf „Verkaufen“. Roth MKM senkte das Kursziel im Januar von 20 auf 10 Dollar bei unverändertem „Neutral“-Rating. Zacks Research hob die Einstufung Anfang Februar von „Strong Sell“ auf „Hold“ an. Canaccord Genuity Group startete Ende Januar die Coverage mit „Hold“.

Gemischte Quartalsbilanz

Die jüngsten Quartalszahlen für das zweite Geschäftsquartal 2026, veröffentlicht am 8. Januar, zeigten ein zwiespältiges Bild. Der Umsatz stieg um 3 Prozent auf 217,5 Millionen Dollar. Allerdings verfehlte der Verlust je Aktie von 0,41 Dollar die Erwartungen von 0,14 Dollar deutlich.

Im Detail wuchsen die internationalen medizinischen Cannabis-Erlöse um 36 Prozent, die kanadischen Erwachsenen-Cannabis-Umsätze um 6 Prozent und das Vertriebsgeschäft (einschließlich Tilray Pharma) um 26 Prozent auf 85,3 Millionen Dollar. Das Getränkegeschäft hingegen brach um 20 Prozent auf 50,1 Millionen Dollar ein.

Positiv vermerkte das Unternehmen, dass es erstmals eine Netto-Cash-Position von etwa 30 Millionen Dollar erreicht hat. Die liquiden Mittel und marktfähigen Wertpapiere belaufen sich auf 292 Millionen Dollar. Die nächsten Quartalszahlen werden voraussichtlich am 8. April 2026 vorgelegt.

Zwischen Wachstum und Margendruck

Tilray steht vor der Aufgabe, die neue Carlsberg-Partnerschaft erfolgreich umzusetzen und gleichzeitig das rückläufige Getränkegeschäft zu stabilisieren. Das internationale medizinische Cannabis-Geschäft zeigt Wachstum, doch die Gesamtprofitabilität bleibt negativ. Hinzu kommt die weiterhin offene Frage der Cannabis-Regulierung auf Bundesebene in den USA, die für Tilrays medizinische Cannabis-Ambitionen entscheidend sein könnte.

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Tilray Brands Aktie

5,95 CAD

+ 0,24 CAD +4,20 %
KGV
KUV 0,85
Sektor Gesundheitswesen
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 687,29 Mio. CAD
Ø Kursziel 7,84 USD
ISIN: US88688T1007 WKN: A2JQSC

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