Tilray Brands Aktie: BrewDog expandiert — reicht das?
BrewDog gewinnt neue Gastro- und Handelspartner; Tilray steigert Umsatz und Bruttogewinn, verzeichnet im ersten Quartal aber einen Nettoverlust.
Kurz zusammengefasst
- Five Iron Golf wählt BrewDog als ersten Lounge-Partner
- Gemeinsame Lounge in Las Vegas geplant
- Acht neue britische Gastro-Partnerschaften abgeschlossen
- Tilrays Quartalsumsatz steigt um 23 Prozent
Die zu Tilray Brands gehörende Brauereimarke BrewDog treibt ihre internationale Vertriebs- und Gastro-Präsenz voran. Wie Five Iron Golf am Donnerstag mitteilte, wurde BrewDog als erster Partner für das Konzept der Five Iron Lounge ausgewählt. Geplant ist die Eröffnung einer ersten gemeinsamen Lounge am bestehenden Standort von BrewDog in Las Vegas.
Für Tilray markiert der Schritt einen weiteren Baustein, um das Geschäft abseits des Cannabis-Kerns über etablierte Lifestyle- und Freizeitformate zu erweitern. Das US-Freizeitunternehmen Five Iron Golf verbindet Gastronomie mit Indoor-Golf-Angeboten. Mit der Kooperation erschließt sich die Biermarke eine zusätzliche Plattform im US-amerikanischen Markt.
Vertriebserfolge und neue Partnerschaften in Großbritannien
Parallel dazu meldete BrewDog am Mittwoch spürbare Fortschritte im britischen Markt. Das Unternehmen schloss acht neue Partnerschaften für die Gastronomie und den Ausschank ab. Auch im Lebensmitteleinzelhandel zog der Absatz zuletzt deutlich an.
Bei sechs großen britischen Einzelhändlern lag der Verkauf der Sorten Punk IPA und Hazy Jane über einen Vergleichszeitraum von zwei Wochen beim 2,87-Fachen des Vorjahresniveaus. Zudem wurden am Mittwoch drei Biere der Marke bei den Scottish Beer Awards prämiert.
Umbau der Führungsriege und finanzielle Einordnung
Um die Expansion organisatorisch abzusichern, stellte BrewDog am Dienstag vier neue Führungskräfte vor. John Beasley übernimmt die Rolle des Chief Marketing Officer, während Gemma Hampton-Stone als Managing Director of Bars and Hospitality fungiert. Das Team wird durch Ridesh Sharma als Category Director sowie Faisal Khan als Commercial Director für den weltweiten Getränkebereich ergänzt.
Das Getränkegeschäft spielt im Konzernverbund eine wachsende Rolle bei der Erlösgenerierung. Tilray verbuchte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Nettoumsatz von 257,1 Millionen $, was einem Anstieg von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Bruttogewinn kletterte um 35 Prozent auf 77,5 Millionen $.
Unter dem Strich stand im Quartal jedoch ein Nettoverlust von 40,0 Millionen $. Für das Gesamtjahr 2027 bestätigte das Unternehmen eine Prognose für das bereinigte EBITDA in einer Spanne von 68 Millionen bis 75 Millionen $.
An der Börse spiegelte sich die operative Entwicklung zuletzt in einem anhaltenden Abwärtstrend wider. Am Freitag ging die Tilray-Aktie mit einem Minus von 1,4 Prozent bei 3,54 USD aus dem US-Handel. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf 61 Prozent.
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