Tilray Brands Aktie: Bündeln soll rund 10 Millionen Dollar sparen
Die kanadische Standortverlagerung soll jährlich rund 10 Millionen US-Dollar sparen; Tilray erhöht die Mindestprognose für das bereinigte EBITDA.

Kurz zusammengefasst
- Kanada-Umbau soll jährlich 10 Millionen US-Dollar sparen
- Mindestprognose steigt von 68 auf 70 Millionen Dollar
- Anbau soll von Foss nach Masson wechseln
- US-Getränkegeschäft peilt 20 Millionen Dollar Einsparungen an
Tilray Brands will seine kanadischen Cannabisaktivitäten bündeln und erwartet dadurch jährliche Einsparungen von rund 10 Millionen US$. Das Unternehmen kündigte die Pläne gestern an und hob zugleich seine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2027 an. Die Aktie steigt heute um 5,7%.
Höhere Ergebnisuntergrenze durch Standortbündelung
Die Untergrenze für das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen steigt nach Unternehmensangaben von 68 Millionen $ auf 70 Millionen $. Die Obergrenze bleibt bei 75 Millionen $. Tilray hebt damit nicht die gesamte Prognosespanne an, sondern setzt die Mindestmarke höher.
Konkret plant das Unternehmen, den kanadischen Cannabisanbau vom Standort Foss nach Masson zu verlagern. Die Produktion vorgerollter Cannabisprodukte soll nach Cayuga wechseln. Damit betrifft die angekündigte Bündelung sowohl den Anbau als auch die Weiterverarbeitung an den vorgesehenen Standorten.
Die angestrebten Einsparungen sollen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2028 auf Jahresbasis erreicht werden. Tilray verbindet den Umbau nach eigenen Angaben mit dem Ziel, das kanadische Cannabisgeschäft zu stärken und profitables Wachstum voranzutreiben.
Weitere Einsparungen im US-Getränkegeschäft
Bereits am Donnerstag hatte Tilray weitere Maßnahmen zur Umgestaltung seines US-Getränkegeschäfts angekündigt. Dort peilt das Unternehmen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2028 jährliche Einsparungen von rund 20 Millionen US$ an. Die Maßnahmen betreffen damit einen weiteren Geschäftsbereich neben den kanadischen Cannabisaktivitäten.
Bei dieser Ankündigung hatte Tilray seine damalige Ergebnisprognose noch bestätigt. Die höhere Untergrenze folgte erst mit den Plänen für Kanada.
Für das US-Getränkegeschäft hat Tilray außerdem einen konkreten nächsten Termin genannt: Die Partnerschaft mit Carlsberg in den USA soll am 1. Januar 2027 starten. Für das erste Jahr strebt das Unternehmen dabei einen Absatz von rund einer Million Kisten an.
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