TKMS Aktie: 6,3-Milliarden-Auftrag für vier Fregatten

TKMS verfügt über mehr als 25 Milliarden Euro Aufträge und meldete nach neun Monaten 19 Prozent Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2025/26.

Redaktion Stock-World ·
Silhouette einer modernen Fregatte auf stürmischer See bei Sonnenaufgang als Symbol für den maritimen Verteidigungssektor. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Auftragsbestand über 25 Milliarden Euro
  • Fregattenprojekt bringt 6,3 Milliarden Euro
  • Kanada führt TKMS als bevorzugten Bieter
  • Umsatz nach neun Monaten um 19 Prozent gestiegen

Wie tragfähig ist das operative Fundament von TKMS vor dem Abschluss des laufenden Geschäftsjahres? Der Marineschiffbauer steuert mit einem historischen Polster auf das Jahresende zu. Der Auftragsbestand des Unternehmens beläuft sich auf über 25 Milliarden Euro. An der Börse notiert das Papier aktuell bei 83,00 Euro.

Die Basis für die hohe Auslastung bilden milliardenschwere Großprojekte der Seestreitkräfte. Bereits am 24. Juni sicherte sich das Unternehmen einen Auftrag über vier Fregatten der Klasse MEKO A-200 DEU für die Deutsche Marine. Das Vorhaben umfasst ein Volumen von 6,3 Milliarden Euro und enthält Optionen für vier weitere Einheiten. Es markiert den größten Überwasserauftrag der Unternehmensgeschichte.

Dieser Großauftrag fließt in das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 ein. Die Unternehmensführung rechnet für dieses Schlussquartal mit einem Auftragseingang von über 5 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten erreichte das Ordervolumen bereits 3,6 Milliarden Euro.

Internationale Perspektiven und U-Boot-Programme

Auch im Unterwasserbereich verzeichnet der Konzern anhaltenden Zuspruch. In Kanada erhielt das Unternehmen am 7. Juli den Status als bevorzugter Bieter für das Patrol Submarine Project. Dieses Vorhaben sieht die Beschaffung von bis zu zwölf U-Booten vor.

Zudem baute Norwegen seine Flotte aus. Das Land bestellte zwei zusätzliche Einheiten der Klasse 212CD. Damit steigt der norwegische Gesamtbestand auf sechs U-Boote dieser Baureihe.

Um die weltweiten Kapazitäten abzusichern, setzt das Unternehmen gezielt auf Partnerschaften. Vor über einem Monat unterzeichnete die Gesellschaft eine Absichtserklärung mit dem spanischen Schiffbauer Navantia. Bis zum Jahresende 2026 wollen beide Partner einen gemeinsamen Rahmen für ausgewählte Projekte vereinbaren. Dabei stehen die Bündelung von Kapazitäten sowie kürzere Lieferzeiten im Mittelpunkt.

Operatives Wachstum und mittelfristige Ziele

Vor über einem Monat passte die Führungsetage die Jahresziele für das Geschäftsjahr 2025/26 an. Das Management rechnet mit einem Erlöswachstum zwischen 10 und 12 Prozent. Bei der bereinigten EBIT-Marge peilt der Vorstand einen Wert von bis zu 6,5 Prozent an.

Die Anhebung stützte sich auf die Geschäftszahlen der ersten neun Monate. In diesem Zeitraum kletterte der Umsatz um 19 Prozent auf 1,89 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis EBIT stieg um 13 Prozent auf 110 Millionen Euro.

Mittelfristig strebt TKMS ein jährliches Erlösplus von rund 10 Prozent an. Die bereinigte EBIT-Marge soll die Schwelle von 7 Prozent überschreiten. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Kursgewinn von 25 Prozent.

Konkrete Einblicke in den Jahresabschluss folgen im Dezember. Am 7. Dezember 2026 legt das Unternehmen den Bericht für das vierte Quartal sowie das gesamte Geschäftsjahr vor. Bis dahin steht die Abarbeitung des vollen Auftragsbuchs im Vordergrund.

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TKMS Aktie

82,50 EUR

+ 2,00 EUR +2,48 %
KGV 58,28
KUV 1,90
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung 5,24 Mrd. EUR
Ø Kursziel 108,12 EUR
ISIN: DE000TKMS001 WKN: TKMS00

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