TKMS Aktie: Bis zu zwölf U-Boote für Kanada
TKMS legt Quartalszahlen vor, Analysten erwarten Umsatzplus von 20 Prozent. Zudem startet die Planungsphase für das U-Boot-Programm 212CD mit Kanada.

Kurz zusammengefasst
- Quartalszahlen am Donnerstag erwartet
- Umsatzplus von 20 Prozent prognostiziert
- Kanada-Planungsphase für U-Boote gestartet
- Auftragsbestand bei 20,6 Milliarden Euro
TKMS legt morgen seinen Zwischenbericht vor. Die Aktie ist bereits im Vorfeld gestiegen. Am Dienstag schloss das Papier bei 88,50 Euro, ein Plus von 2,67 Prozent.
Zwei Nachrichten trafen an diesem Tag zusammen: die Erwartung starker Quartalszahlen und ein handfester operativer Fortschritt im U-Boot-Geschäft. Beides zusammen erklärt den Rückenwind.
Analysten erwarten deutliches Wachstum
Der Zwischenbericht für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/2026 kommt am Donnerstag, dem 13. August. Analysten rechnen für das abgelaufene dritte Quartal mit einem Umsatz von rund 632 Millionen Euro. Das wäre ein Anstieg von fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Auch beim Gewinn erwarten Experten Zuwachs. Das Ergebnis je Aktie soll auf 0,47 Euro steigen, ein Plus von knapp sieben Prozent. Für das gesamte Geschäftsjahr taxieren Analysten den Umsatz im Schnitt auf 2,28 Milliarden Euro, den Gewinn je Aktie auf 2,02 Euro.
Kanada bringt U-Boot-Programm ins Rollen
Der zweite Treiber kam am Montag aus Kiel. Dort startete die multilaterale Planungsphase für das U-Boot-Programm 212CD. Vertreter aus Deutschland, Norwegen und Kanada trafen sich mit Industriepartnern zu einem viertägigen Planungsevent.
Das Treffen markiert den operativen Start einer Zusammenarbeit, die zuvor nur auf dem Papier stand. Kanada hatte TKMS als bevorzugten Lieferanten für das „Canadian Patrol Submarine Project“ ausgewählt. Das Projekt umfasst die mögliche Lieferung von bis zu zwölf U-Booten.
In den kommenden Wochen wollen die Beteiligten die Verträge weiter ausarbeiten. Ziel ist, Synergien über den gesamten Lebenszyklus der Boote zu heben.
Auftragsbestand von 20,6 Milliarden Euro
Die fundamentale Basis für die aktuelle Bewertung bleibt der Auftragsbestand. Zum 31. März 2026 stand er bei 20,6 Milliarden Euro. TKMS positioniert sich als eigenständiges „Maritime Powerhouse“ und peilt mittelfristig eine EBIT-Marge von über 7 Prozent an.
Die Aktie hat diese Strategie bereits eingepreist. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 34 Prozent, auch wenn der Kurs damit noch gut 17 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 106,58 Euro liegt.
Der Zwischenbericht am Donnerstag wird zeigen, ob das Management die Wachstumserwartungen bestätigt. Bleibt die Kanada-Dynamik intakt und liefert der Bericht die erwarteten Zahlen, könnte ein Test der bisherigen Jahreshochs folgen.
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