TKMS Aktie: Erfolgsserie rollt weiter
TKMS reicht bis Ende April Angebot für kanadische U-Boote ein. Parallel dazu baut der Konzern Kapazitäten aus und meldet solide Quartalszahlen.

Kurz zusammengefasst
- Angebotsfrist für Kanada Ende April
- Kooperationen mit QNX und E3 Lithium
- Investition in neue Hybridwerft in Wismar
- Aktie trotz operativer Stärke unter Druck
Am 29. April endet für TKMS die Frist zur Abgabe des überarbeiteten Angebots im kanadischen U-Boot-Programm. Es geht um ein Volumen von bis zu 37 Milliarden Euro. Parallel dazu baut der Kieler Marineschiffbauer sein Partnernetzwerk aus und sichert neue Produktionskapazitäten. Für das Unternehmen stehen richtungsweisende Wochen an.
Milliardenauftrag in Nordamerika
Ottawa sucht zwölf arktistaugliche U-Boote. TKMS schickt seinen Typ 212CD ins Rennen und liefert sich ein direktes Duell mit dem südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean. Die kanadische Regierung verlangt von den Bietern weitreichende lokale Investitionen.
Um diese Vorgaben zu erfüllen, hat TKMS im April zwei strategische Kooperationen geschlossen. Die BlackBerry-Tochter QNX wird zertifizierte Software für künftige Marineplattformen liefern. Indes sichert eine Vereinbarung mit E3 Lithium den Zugang zu kritischen Batterierohstoffen aus heimischer kanadischer Produktion.
Auftragsstau erfordert neue Wege
Der Kieler Konzern sitzt auf einem Auftragsbestand von mehr als 20 Milliarden Euro. Um diesen Berg abzuarbeiten, fließen rund 200 Millionen Euro in den Standort Wismar. Dort entsteht eine Hybridwerft für die parallele Fertigung von U-Booten und Überwasserschiffen.
Trotz des Ausbaus bleiben die europäischen Werftkapazitäten knapp. Mitte April unterzeichnete TKMS eine Absichtserklärung mit dem spanischen Staatsschiffbauer Navantia. Die Unternehmen prüfen eine Kooperation, bei der deutsche U-Boot-Entwürfe in spanischen Werften gebaut werden könnten. Ein verbindlicher Produktionsvertrag existiert bislang nicht.
Starke Quartalszahlen, schwacher Kurs
Operativ lief es zuletzt rund. Das erste Quartal brachte einen Umsatz von 545 Millionen Euro bei einer Bruttomarge von 17 Prozent. Daraufhin hob das Management die Prognose für das jährliche Umsatzwachstum leicht an.
Am Aktienmarkt spiegelt sich diese operative Stärke momentan nur bedingt wider. Auf Wochensicht verlor das Papier fast neun Prozent und schloss am Freitag bei 81,00 Euro. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von rund 17 Prozent auf der Anzeigetafel.
Mit einem RSI-Wert von 32,4 nähert sich die Aktie dem überverkauften Bereich.
Der Terminkalender der kommenden Wochen bleibt dicht gedrängt. Neben dem Kanada-Angebot steht Ende April eine Vorentscheidung über die mögliche Übernahme des F126-Programms durch Rheinmetall an. Am 11. Mai folgen die detaillierten Quartalszahlen von TKMS. Anschließend stimmt der Haushaltsausschuss des Bundestages am 24. Juni über die Finanzierung des milliardenschweren F127-Projekts ab.
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