TKMS Aktie: Marktbeobachter gespannt

TKMS sichert sich einen 250-Millionen-Euro-Vorvertrag für Fregatten als Brückenlösung, während das F126-Programm stockt. Trotz angehobener Jahresprognose belasten Konkurrenzsorgen den Aktienkurs.

Dr. Robert Sasse ·
TKMS Aktie

Kurz zusammengefasst

  • 250 Millionen Euro für vier MEKO-Fregatten
  • F126-Programm verzögert sich durch Softwareprobleme
  • Auftragsbestand übersteigt 20 Milliarden Euro
  • Aktienkurs verliert deutlich an Wert

Verzögerungen bei großen Rüstungsprojekten eröffnen dem Kieler Marineschiffbauer TKMS neue Geschäftschancen. Während das milliardenschwere F126-Fregattenprogramm stockt, sichert sich das Unternehmen lukrative Zwischenaufträge der Bundeswehr zur U-Boot-Jagd. Trotz einer angehobenen Jahresprognose reagierten Anleger zuletzt jedoch nervös auf mögliche Machtverschiebungen in der Branche.

Millionenbudget für die Zwischenlösung

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Mittel für einen Vorvertrag über vier MEKO-Fregatten auf rund 250 Millionen Euro aufgestockt. Die ab Ende 2029 erwarteten Schiffe sollen eine sicherheitspolitische Lücke bei der U-Boot-Jagd schließen, die von der NATO angemahnt wurde. Notwendig wurde dieser Schritt, weil das ursprünglich an die niederländische Damen Naval vergebene F126-Programm wegen Software- und Lieferkettenproblemen erheblich hinter dem Zeitplan liegt.

Das Beschaffungsamt prüft nun bis Ende April, ob Rheinmetall die Rolle des Generalunternehmers für das Zehn-Milliarden-Euro-Projekt übernehmen kann. Marktbeobachter werten ein mögliches Vorrücken von Rheinmetall als Risiko für das zukünftige MEKO-Geschäft von TKMS. Diese Sorge spiegelte sich in der jüngsten Kursentwicklung wider: Allein in den vergangenen 30 Tagen verlor das Papier knapp 19 Prozent an Wert und gab heute um weitere 3,40 Prozent auf 78,05 Euro nach.

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Volle Auftragsbücher und höhere Prognose

Operativ steht das Unternehmen allerdings auf einem soliden Fundament. Gestützt durch einen U-Boot-Folgeauftrag aus Norwegen überschritt der Auftragsbestand zuletzt die Marke von 20 Milliarden Euro. Nach einem starken ersten Quartal mit 545 Millionen Euro Umsatz und einer Bruttomarge von 17 Prozent hob das Management die Prognose für das laufende Geschäftsjahr an. Statt einer möglichen Stagnation peilt der Konzern nun ein Umsatzwachstum von 2 bis 5 Prozent an. Zudem kooperieren TKMS und Rheinmetall trotz der Konkurrenzsituation beim Bau der F127-Fregatte, für die der Kieler Konzern der einzig verbliebene Bieter ist.

Entscheidende Wochen im Frühsommer

Für die weitere operative Entwicklung stehen in den kommenden Monaten konkrete Termine an, die das Profil des Schiffbauers maßgeblich prägen werden:

  • Ende April 2026: Entscheidung über die F126-Generalunternehmerschaft
  • 11. Mai 2026: Veröffentlichung der nächsten Quartalszahlen
  • Mai bis Juni 2026: Finale Vergabeentscheidung Kanadas über zwölf U-Boote (Volumen bis zu 37 Milliarden Euro)

Der anstehende Quartalsbericht am 11. Mai wird konkrete Aufschlüsse darüber liefern, wie effizient TKMS den aktuellen Rekordauftragsbestand in tatsächliche Umsätze umwandelt. Kurz darauf folgt die milliardenschwere Vergabeentscheidung aus Kanada, die über die langfristige Auslastung der Kieler Werften entscheidet.

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TKMS Aktie

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KGV
Sektor Technologie
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung
ISIN: DE000TKMS001 WKN: TKMS00

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