TKMS Aktie: Stetig aufwärts

Die Kostenverhandlungen für das milliardenschwere U-Boot-Programm P-75I in Indien sind abgeschlossen. Zeitgleich hält TKMS seine erste Hauptversammlung ab und positioniert sich als Konsolidierer.

Kurz zusammengefasst:
  • Abschluss der Kostenverhandlungen für indisches U-Boot-Programm
  • Projektvolumen von etwa 8 bis 9 Milliarden US-Dollar
  • Erste Hauptversammlung des Börsenunternehmens
  • CEO wirbt für industrielle Konsolidierung in Europa

TKMS rückt heute gleich aus zwei Gründen in den Vordergrund: In Indien sind die Kostenverhandlungen für das milliardenschwere U‑Boot-Programm P‑75I abgeschlossen – und in Deutschland läuft parallel die erste ordentliche Hauptversammlung des jungen Börsenunternehmens. Beides zusammen schärft den Blick auf eine zentrale Frage: Wie nah ist TKMS am nächsten großen Auftrag?

Am Aktienmarkt zeigt sich der Titel zum Wochenschluss etwas schwächer. Der Kurs liegt heute bei 94,10 Euro (-1,05%) und damit rund 6,5% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 100,60 Euro.

TKMS

DE000TKMS001
-
Heute: -
7 Tage: -

Indien: Kostenrahmen steht, Genehmigungen laufen

Die indische Marine hat die Kostenverhandlungen mit TKMS für den Bau von sechs dieselelektrischen U‑Booten im Rahmen von Project 75 India (P‑75I) abgeschlossen. Verhandelt wurde zwischen dem Verteidigungsministerium, der staatlichen Werft Mazagon Dock Shipbuilders (MDL) und TKMS – nach langen kommerziellen und technischen Gesprächen.

Das zuständige Komitee beziffert den Projektwert auf rund ₹66.000 bis ₹70.000 Crore (etwa 8 bis 9 Milliarden US‑Dollar). Damit zählt P‑75I zu den größten konventionellen U‑Boot-Programmen weltweit und ist das teuerste Unterwasser-Rüstungsprojekt, das Indien bislang vergeben hat.

Wichtig für den Zeitplan: Der Vorschlag geht nun in eine finanzielle Prüfung und ressortübergreifende Konsultationen. Erst danach folgt die finale Entscheidung durch das Cabinet Committee on Security (CCS). Aus dem Verteidigungs- und Sicherheitsumfeld heißt es, eine Unterzeichnung sei ursprünglich bis Ende März erwartet worden, nun aber eher zu Beginn des nächsten Fiskaljahres.

Technik, Transfer, Fertigung: So ist P‑75I aufgebaut

Die sechs U‑Boote sollen in Indien gebaut werden und auf einer weiterentwickelten Variante des TKMS-Typs 214 basieren, abgeleitet aus der Type‑214/Type‑218‑Linie und angepasst an Anforderungen der indischen Marine.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TKMS?

Kernmerkmal ist die Integration einer brennstoffzellenbasierten Air‑Independent‑Propulsion (AIP). Dieses System soll längere Tauchzeiten ermöglichen – laut Angaben bis zu drei Wochen ohne Auftauchen – und damit die Unterwasserausdauer deutlich erhöhen.

TKMS übernimmt dabei die Rolle als Designbehörde und Technologiepartner. Geplant sind Ingenieurunterstützung, technische Beratung und der Transfer kritischer Technologien inklusive des AIP‑Systems. Gleichzeitig ist ein steigender lokaler Anteil vorgesehen: von 45% beim ersten Boot bis 60% beim sechsten.

Erste Hauptversammlung: CEO drängt auf Konsolidierung

Zeitgleich hält TKMS heute (27. Februar 2026) seine erste ordentliche Hauptversammlung als virtuelles Treffen ab. Auf der Agenda stehen unter anderem Jahresabschluss 2024/25, Entlastungen sowie die Billigung der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand.

CEO Oliver Burkhard wirbt in einer vorab veröffentlichten Rede für Standardisierung, industrielle Konsolidierung und Geschwindigkeit beim Aufbau von Verteidigungsfähigkeiten. TKMS sei bereit, in Deutschland und Europa eine aktive Rolle zu übernehmen. Konkret: Das Unternehmen hat bereits ein unverbindliches Übernahmeangebot für den kleineren Wettbewerber German Naval Yards Kiel abgegeben. Zudem wird die erste HV von Forderungen kritischer Aktionärsorganisationen begleitet, die einen Lieferstopp an Staaten verlangen, die Völkerrecht und Menschenrechte missachten.

Operativ verweist TKMS auf volle U‑Boot‑Auftragsbücher und ein Auftragsvolumen von 18,7 Milliarden Euro. Im Geschäftsjahr 2024/25 stieg der Umsatz auf 2,2 Milliarden Euro (+9%), die bereinigte EBIT‑Marge auf 6%. Das bereinigte EBIT lag bei 131 Millionen Euro, der Nettogewinn bei 108 Millionen Euro. Für 2025/26 bleibt der Ausblick vorsichtig: Umsatz zwischen -1% und +2%, bereinigtes EBIT zwischen 100 und 150 Millionen Euro.

Zum Wochenabschluss wirkt die Aktie mit einem RSI von 32,4 eher angeschlagen, bleibt aber seit Jahresanfang deutlich im Plus (+35,88%). Inhaltlich dürften die nächsten Impulse vor allem aus dem weiteren Genehmigungsprozess in Indien sowie aus konkreten Schritten rund um die angekündigte Konsolidierungsrolle kommen.

TKMS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TKMS-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:

Die neusten TKMS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TKMS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

TKMS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Community Forum zu TKMS

Hebelprodukte konnten nicht geladen werden.

Weitere Artikel zu TKMS

Neueste News

Alle News

TKMS Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten